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Winterurlaub in Deutschland ohne Ski: Freizeittipps

Im Winter ist die Natur ein unvergessliches Erlebnis. Das Wetter mag rau bis unwirtlich sein, doch wer sich darauf einlässt, wird mit traumhaften Panoramen und einzigartigen, sinnlichen Erfahrungen belohnt. Die Möglichkeiten, Deutschlands Natur zu genießen, sind auch in der kalten Jahreszeit äußerst vielseitig. Vielen gilt Skifahren konkurrenzlos als Wintersport-Klassiker, doch gibt es etliche Naturerlebnisse, die sich abseits von Pistenmarkierungen und Lifttrassen anbieten. Von Schneeschuhwandern bis Eiskajaken: Das sind die schönsten Urlaubsideen für den Winter – abseits der Skipiste.

Im Winter ist die Natur ein unvergessliches Erlebnis. Das Wetter mag rau bis unwirtlich sein, doch wer sich darauf einlässt, wird mit traumhaften Panoramen und einzigartigen, sinnlichen Erfahrungen belohnt. Die Möglichkeiten, Deutschlands Natur zu genießen, sind auch in der kalten Jahreszeit äußerst vielseitig. Vielen gilt Skifahren konkurrenzlos als Wintersport-Klassiker, doch gibt es etliche Naturerlebnisse, die sich abseits von Pistenmarkierungen und Lifttrassen anbieten. Von Schneeschuhwandern bis Eiskajaken: Das sind die schönsten Urlaubsideen für den Winter – abseits der Skipiste.


Winterwandern

Verschneite Landschaften, friedliche Stille. Kein Geräusch außer dem Knistern des Schnees unter den Schuhsohlen und dem gelegentlichen patzigen Plumpsen, wenn sich ein Ast abschüttelt. Winterwandern ist ein besonders entschleunigendes Erlebnis. Es vereint die gesunde, gleichmäßige Bewegungsform des Gehens mit dem Frischekick kalter Luft. Und das alles inmitten hinreißender Schnee- und Eislandschaften, die den Wandernden umgeben. Wandern im Winter ist nicht auf Regionen beschränkt. Dennoch gibt es bestimmte Ziele, in denen ein Marsch bei Minustemperaturen besonders lohnend ist: Sei es wegen der aufregenden Bedingungen oder des atemberaubenden Ausblicks. Wichtig ist das passende Equipment: vor allem feste Wanderschuhe, die auch bei Nässe dichthalten, und ein paar Wanderstöcke, das auch bei rutschigem Untergrund Halt bietet.
Aussicht über den schneebedeckten Thüringer Wald
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Winterwandern im Thüringer Wald

Ursprüngliche Natur, die großzügig gibt: Im Thüringer Wald, kommen vor allem Freunde von Weitwanderungen ganz auf ihre Kosten. Der 142 km lange Fernwanderweg Rennsteig bietet winterliche Romantik und Ruhe, um die Gedanken hinter sich zu lassen und in der eigenen Mitte anzukommen. Der Weg kann entweder vollständig erwandert werden - oder man wechselt etappenweise auf die Loipe.
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Winterwandern an der Rhön

Ein beliebtes Winterwanderziel im Süden Deutschlands ist die Rhön, das "Land der offenen Fernen", in welchem sich besonders der Pilgerweg auf den Kreuzberg großer Beliebtheit erfreut. Schneebestaubte Weiten, die sich bis an den Horizont erstrecken, geben der hessischen Naturregion ihren unverwechselbaren Charme.
Schneebedeckte Landschaft
Winterwanderung bei Schnee im Schwarzwald
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Winterwandern im Schwarzwald

Auf 300 Kilometern erstrecken sich die Winterwanderwege im Hochschwarzwald. Ein Highlight ist der Panoramaweg auf den Feldberg-Gipfel. Mit etwas mehr als neun km Länge und 248 Höhenmetern ist er ein moderat anspruchsvoller Wanderweg, der auch im Winter täglich geräumt wird. Nach einem steilen Anstieg wird man mit der fantastischen Aussicht vom Bergkamm belohnt. Höchster Punkt ist die Wilhelmer Hütte auf 1.380 Metern, die zu einer verdienten Einkehr einlädt. Als Rundwanderung durch den winterlichen Schwarzwald bietet sich die Tour vom Wallfahrtsort St. Märgen zur Rankmühle an, welche ebenfalls den Feldberg miteinschließt. Etwa zwölf km führen an historischen Gebäuden und winterlich-vereisten Wasserfällen vorbei.

Winterwandern am Meer

Weiße Felder, so weit das Auge reicht: Ob von Salz oder Schnee bedeckt, wer weiß das schon? Die winterliche See ist ein unvergleichliches Erlebnis. So ruhig ihre Ufer und das weitläufige Watt, so stürmisch ist der Ozean selbst. Tosende Wellen branden in der Ferne, um schließlich sanft auf den knisternden Sand zu gleiten. Gräser glitzern weiß, von Frost umhüllt, Eiszapfen hängen von jedem knarrenden Holzsteg und in besonderen Momenten verbirgt sich die gesamte Landschaft hinter geheimnisvollem Nebel. Wer sich auf Winterwanderungen am Meer einlässt, erfährt die Natur in ihrer Wildheit und absoluten Ruhe zugleich.
Schneebedeckte Ostsee-Küste
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Winterwandern an der Ostsee

Schneefelder, Meerblick, die Luft ist kristallklar. Ein beliebtes Winterwanderziel im Norden Deutschlands ist die Insel Rügen an der Ostsee. Als spezieller Tipp ist die gänzlich autofreie Insel Hiddensee zu nennen, die vom Leuchtturm bis zum schneeumwehten Grasland durch und durch Seemannscharme verströmt. Ursprüngliche Landschaft und die Natur, wie sie ist: Der Bodden-Panoramaweg auf Rügen führt im Winter auf 24 km durchweg markierten Wegen durch weite, verschneite Wiesen und stille Wälder. Mit etwas Glück erspäht man hier sogar Seeadler oder einen plantschenden Fischotter. Im Nationalpark Jasmund an der Ostseeküste bieten sich geführte Touren mit einem Nationalpark-Ranger an: Von der Rundwanderung "Wildnis entdecken" bis zum Panorama-Weitwanderweg. Im Winter bedeckt Schnee die steil abfallenden Klippen zur Küste und sorgt für dramatische Eindrücke bei deutlich geringerer Besucheranzahl.
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Winterwandern an der Nordsee

Wenn sich winterliche Winde erheben und die See aufpeitschen, gehört ein Strandspaziergang mit Gummistiefeln und Friesennerz zu den zauberhaftesten Naturerlebnissen in Deutschlands Norden. An der Nordsee ist es vor allem die Wattwanderung, die Besucher zum Immer-wiederkehren veranlasst. Sobald die Ebbe das Meer hinausholt, können Wanderer fast bis zu den vorgelagerten Inseln gelangen – und das mit trockenen Füßen. Immer im Wissen, dass die Flut den Boden in wenigen Stunden wieder bedeckt. Beliebte Reiseziele an der Nordsee sind Helgoland, Cuxhaven, Sankt Peter-Ording, Borkum, Föhr, Sylt und Norderney. Besonders Mutige wagen das „Anbaden“ in der Nordsee am 1. Januar: Dabei wird das neue Jahr mit einem Sprung in die rund fünf Grad kalte Nordsee begrüßt. In Norderney erstarren atmosphärische Dünenwege in winterlicher Stille. Auf den Heller, den etwa sieben km langen nördlichen Spitz der Insel, gelangt man nur zu Fuß. Ein Höhepunkt ist die Wracktour zu einem halb im Sand versunkenen Muschelbagger. Der von schwerem Sand und brütenden Vögeln umgebene Schiffsrumpf bildet eine so gespenstische wie atmosphärische Kulisse in absoluter Ruhe. Vorsicht geboten ist bei Sturmflut, da Teile des Hellers überflutet werden.
Schneebedeckte Nordsee-Küste
Logo Nordseetourismus

Im Winter ans Nordmeer

Malte Keller von Nordseetourismus erklärt, welche besonderen winterlichen Naturerlebnisse die Nordsee zu bieten hat und warum eine "Elli" nicht fehlen darf.


Herr Keller, warum sollte man im Winter an die Nordsee fahren?

Weil sie faszinierend abwechslungsreich ist: mal ruhig, mal stürmisch und aufbrausend, dann wieder hell, klar und rein - oder auch einmal ganz mystisch und nebelverhangen.


Welche besonderen Naturerlebnisse bietet die winterliche Nordsee?

Hier lässt sich die Magie der einsamen Strände erleben, die kalte, klare Luft, das Meeresrauschen und das Knistern des Wattenmeeres. Man kann die besonderen Lichtstimmungen genießen und die Kräfte der Natur spüren.


Helgoland, Sylt oder doch Föhr - was empfehlen Sie Einsteigern, um die Region in ihrem winterlichen Charme kennenzulernen?

Jede Destination hat ihre eigenen Reize - je nachdem, ob man Kegelrobben auf Helgoland, das rote Kliff von Sylt oder die Stille von Föhr sucht. Unbedingt sollten Besucher eine Winterwattwanderung machen und anschließend gemütlich einkehren.


Stichwort Ausrüstung: Was sollte beim Nordsee-Urlaub unbedingt ins Gepäck?

Eine lange "Elli" (Unterhose), Mütze, Handschuhe, eine atmungsaktive, wetterfeste Jacke, Gummistiefel und ein Anti-Blasen-Stick für weit wandernde Füße.


Schlittenfahren

Ein kindliches Vergnügen, das auch im Erwachsenenalter nicht an Charme einbüßt, ist das Schlittenfahren. Und es hat Seltenheitswert: Nur im Winter und nur dort, wo ausreichend Schnee liegt, macht das Rodeln Freude. Ob gemütlich oder actionreich, die richtige Rodelbahn lässt sich für jeden finden. Und wer eine neue Herausforderung sucht, erlebt den Schlittenspaß einfach einmal bei Nacht!
Schlitten wird durch den Schnee gezogen
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Schlittenfahren und Nachtrodeln im Berchtesgadener Land

Auf beleuchteten Rodelbahnen lässt sich im Berchtesgadener Land nächtlich jauchzen. Die Bahnen sind vorwiegend gerade und mäßig steil, sodass auch vorsichtige Schlittenfahrer oder Familien mit Kindern ihr Vergnügen haben. Untertags stehen den schnellen Kufen mehrere Kilometer Rodelspaß durch das verschneite Bergland zur Verfügung. Von gemächlich bis erquickend: Das Berchtesgadener Land bietet für die ganze Familie Gelegenheiten, die winterliche Natur gemeinsam zu erleben.
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Snow-Tubing im Oberharz

Snow-Tubing ist die etwas abenteuerlichere Variante des traditionellen Schlittenfahrens. In einem Kissen aus LKW-Reifenschlauch geht es deutlich rasanter und unkontrollierbarer die Piste hinab. Die Snowtubing-Anlage im Teichtal Sankt Andreasberg im Oberharz bietet neugierigen Winterurlaubern die nötige Action. Wer es ruhiger angehen und die umliegende Natur genießen möchte, weicht auf die angrenzende Rodelwiese aus.
Snow-Tubing: Frau fährt auf einem Reifen durch den Schnee

Schneeschuhwandern

Winterwandern für Fortgeschrittene: Auf Schneeschuhen lassen sich selbst tief verschneite Gebiete und schwer zugängliche Routen in ihrem winterlichen Glanz erleben. Weil man Schneeschuhe meist abseits stark frequentierter Skipisten oder Winterwanderwege anschnallt, versprechen sie absolute Ruhe und ein schneebedecktes Idyll, in dem man sich nur langsam, leise und bedacht fortbewegen kann. Voraussetzung für das Abenteuer ist eine ausreichend dicke Tiefschneedecke. Dabei bleibt es sportlich: Der Marsch auf der Schneedecke ist ein ordentliches Konditionstraining. Deshalb ist es ratsam, bei den ersten Gehversuchen kürzere Wegstrecken einzuplanen als bei Wanderungen in regulärem Schuhwerk.
Schöne Schneeschuhtouren im Harz
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Schöne Schneeschuhtouren im Harz

Schöne Schneeschuhtouren bieten das Allgäu oder der Harz: Etwa auf den Brocken im Hochharz oder den vorgelagerten Renneckenberg mit den granitenen Zeterklippen. Geführte Touren für Schneeschuh-Einsteiger starten u. a. ab Altenau oder Clausthal-Zellerfeld und sind zwischen drei und vier km lang.

Nordwestlich des Brockens liegt die Urlaubsregion Hahnenklee. Vom Schneeschuh-Anfänger bis zum Wander-Urgestein kommen Besucher in dem Naturparadies auf ihre Kosten. Ein winterliches Highlight des Gebietes ist die geführte Fackelwanderung: Wandernde erleben den verschneiten Wald bei Nacht und nur im Schein des Fackelfeuers. Eine besinnliche Rückführung zu den reinsten Kräften der Natur.

Wichtig: Tourenguide! Vor allem unerfahrene Schneeschuhwanderer sollten nicht auf eigene Faust in den Tiefschnee aufbrechen, da akute Lawinengefahr herrschen kann. Besser ist es, auf markierten Wegen bzw. im Idealfall sogar unter Anleitung eines Wanderführers unterwegs zu sein.
Tipp
Logo Besucherzentrale Hahnenklee

Höhepunkte im tiefsten Schnee

Für Theresa Pralle aus der Besucherzentrale Hahnenklee ist klar: Ob in Schneeschuhen oder auf dem Schlitten, langweilig wird es abseits der Skipiste sicher nicht.


Frau Pralle, welche Highlights würden Sie Besucherinnen und Besuchern, die Hahnenklee noch nicht kennen, empfehlen?

Höhepunkte rund um Hahnenklee-Bockswiese sind die zahlreichen geräumten Winterwanderwege. Auf 20 km können Besucher die zauberhafte Natur des Oberharzes im UNESCO Weltkulturerbe „Oberharzer Wasserwirtschaft“ entdecken. Für alle, die das etwas andere Wandern genießen wollen, bietet sich eine Schneeschuhwanderung durch den Tiefschnee an. Und ein besonders schönes Wintererlebnis ist die geführte Fackelwanderung durch den verschneiten Wald.


Winterwandern oder doch Schneeschuhwandern: Welche Vorzüge bietet die jeweilige Sportart?

Schneeschuhwandern ermöglicht das Wandern im Tiefschnee. Durch die große Auflagefläche können Strecken mit viel Schnee besser durchquert werden. Was viele nicht wissen: Schneeschuhwandern trainiert den gesamten Körper und verbessert die eigene Koordination und den Gleichgewichtssinn. Reguläres Winterwandern erfordert keine spezielle Ausrüstung und kann sehr gut auf geräumten Wegen erfolgen. Wichtig ist hierfür lediglich festes, wasserdichtes Schuhwerk.


Welche Tipps haben Sie für Schneeschuh-Einsteiger?

Für Einsteiger empfehlen wir zunächst leichte Strecken mit lediglich geringen oder keinen Steigungen. Weiterhin sollte auf festes, warmes Schuhwerk geachtet werden und niemand sollte sich zu Beginn selbst überschätzen.


Gibt es spezielle Freizeit-Tipps für Abenteuerlustige im winterlichen Hahnenklee?

Wer nicht Skifahren möchte und es trotzdem rasant mag, kommt auf unserer naturbelassenen, 1.500 m langen beleuchteten Rodelbahn auf seine Kosten. Bei ausreichenden Temperaturen im Minusbereich bietet zudem der zugefrorene "Kranicher Teich" Möglichkeiten zu Schlittschuhlaufen, Eishockey und Eisstockschießen.


Die Nationalpark-Highlights im Winter

Die Schönheit der Natur - nirgendwo in Deutschland findet man sie so konzentriert wie in den zahlreichen Nationalparks. Wo die Zivilisation auf ein Minimum beschränkt ist, lässt sich Natur pur und unverfälscht erleben. Kaum ein Urlaubsziel ist besser geeignet, um sich von der Rastlosigkeit des städtischen Alltags zu entkoppeln und mit den eigenen Wurzeln zu verbinden. Weil jeder Nationalpark seine saisonalen Stärken hat, gibt es auch Urlaubsziele, die vor allem im Winter mit ihren wilden Wegen und magischen Panoramen locken.
Schneebedeckte Landschaft mit Sicht hoch auf den Brocken
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Nationalpark Harz

Der Nationalpark Harz rund um den majestätischen Berg Brocken bietet eine magische, felsige Landschaft, durch mehrere Jahrtausende geformt. Im Winter liegen die schroffen Felsformationen pittoresk unter Schnee. Moore und Bachläufe, an den Rändern zugefroren, offenbaren sich als kleine und große Naturwunder. Im Winter gleichen die Temperaturen im Harz jenen in Nordisland - warme Kleidung ist also unerlässlich! Wer sich aber gut ausgerüstet auf die Expedition wagt, wird mit reinem Naturgenuss und dem Einblick in eine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt belohnt. Insgesamt 88 km präparierte Winterwanderwege ermöglichen es, das verschneite Gebiet zu erkunden - mit etwas Glück erspäht man Rotwild oder einen Wanderfalken.

Nationalpark Wattenmeer

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Wer gerne Vögel beobachtet, ist hier goldrichtig: Das Wattenmeer ist das vogelreichste Gebiet Europas. Je nach Bundesland bietet dieser eindrucksvolle Nationalpark verschiedene Naturschauspiele – auch im Winter. Während vor allem das Niedersächsische Wattenmeer zur Tierbeobachtung einlädt, spaziert man im Hamburgischen Wattenmeer durch großflächige Salzwiesen. Am Wattenmeer Schleswig-Holstein öffnen sich Einblicke in die Welt der Muscheln, Schnecken und Wasserbewohner. Im Winter bieten die zahlreichen Informationszentren des Schutzstation Wattenmeer e. V. ein vielfältiges Programm von biologisch-geologischen Erkundungstouren für die ganze Familie bis zur einträchtigen „Wattwanderung der Stille“. Das winterliche Wattenmeer verzaubert durch einzigartige Ruhe und Reinheit. Voraussetzung für den gelungenen Ausflug ist aber gute Ausrüstung: regendichte Kleidung, warme Unterwäsche und eine Wechselgarnitur.
Zwei Möwen am Strand – im Hintergrund ist das Meer
Frau wandert auf schneebedecktem Waldweg

Nationalpark Bayerischer Wald

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„Natur Natur sein lassen“ lautet, wie in allen Nationalparks des Landes, das Motto in dieser einmaligen, wilden Waldlandschaft. Der Nationalpark Bayerischer Wald lädt Besucher ganzjährig dazu ein, den Wald in seiner Natürlichkeit zu erleben. Vor allem in den Wintermonaten verströmen die von Eiskristallen überzogenen Wipfel aber einen besonderen Charme. Rund um den Lusen erstrecken sich sowohl kurze und einfache Wanderrouten als auch markierte Radwege. Ein beliebter Winterwanderweg führt vom Parkplatz Fredebrücke über etwa 400 Höhenmeter zum schneebedeckten Lusengipfelkreuz. Fortgeschrittene Wanderfreunde genießen den Winterwanderweg zur Burgruine Weißenstein: Ein großer Teil der etwa 10 km langen Strecke wird auf einer historischen Handelsstraße, dem „Böhmweg“, zurückgelegt. Etwas gemütlicher und für die ganze Familie geeignet ist der Winterwanderweg auf den Haidel. Die Strecke durch ein verlassenes Dorf und hinan bis zum Gipfel (mit Aussichtsturm) verspricht vielfältige Sinneseindrücke und einen fantastischen Weitblick.

Radwandern

Fest im Sattel sitzend und mit dem richtigen Equipment lassen sich Landschaften auch im Winter gut per Fahrrad erkunden. Wichtig ist vor allem die richtige Bereifung der Fahrräder: Spezielle Reifen mit tiefem Profil erzeugen bessere Reibung und Bodenhaftung. Dennoch sollte man immer Vorsicht walten lassen, vor allem bei möglichem Glatteis. Steile, bergige oder sehr kurvige Strecken hebt man sich besser für den Sommer auf.
Mann fährt mit seinem Fahrrad über einen zugefrorenen See

Radwandern am Königssee

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Eine Besonderheit für winterliches Radfahren stellt der Königssee im Berchtesgadener Land dar. Im Schnitt einmal in zehn Jahren friert er zu, woraufhin sich seine Eisdecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren lässt. Wer weitere Strecken zurücklegen möchte, kann vom Königssee in Etappen bis an den Bodensee radeln.

Reiturlaub

Vermutlich gibt es kein Wetter, das Pferden die Lust auf einen Ausritt verdirbt. Ein Reiturlaub ist eine inspirierende und besonders naturnahe Möglichkeit, die winterliche Landschaft zu genießen. Zu Pferd ist man sowohl der Umwelt als auch sich selbst ungewöhnlich nahe und kann die Eindrücke in Ruhe aufnehmen und teilen. Die frische kalte Luft und das Geräusch von Pferdehufen im Schnee tun ihr Übriges, um den Geist auf völlig andere Gedanken zu bringen.
Zwei Reiter reiten über ein schneebedecktes Feld

Reiturlaub im Westerwald

Inspiration
Die Region Westerwald-Taunus bietet die ideale Kulisse für einen winterlichen Reiturlaub. Wanderreitquartiere stehen allen Urlaubern offen, Reitunterricht und geführte Ausritte lassen sich mit Wanderungen in der Umgebung kombinieren.

Reiturlaub in Bayern

Inspiration
In Garmisch-Partenkirchen, direkt an der Grenze zu Österreich, entfaltet sich Winterzauber – nicht nur zu Pferd, sondern bis auf den Berggipfel. Rund um die Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg, bieten sich zahlreiche Unternehmungen an, wie beispielsweise lange Wanderungen mit winterlichem Alpenpanorama. Nicht nur Reiter können in den Reiterhöfen der Region nächtigen. Von Angeln bis Golf finden Urlauber unterschiedliche Angebote für Outdoor-Aktivitäten in der unmittelbaren Umgebung.
Reiterin galoppiert über ein schneebedecktes Feld

Kajaken

Wer das Wasser liebt, möchte es auch im Winter nicht missen. Winterliche Seen, von schneebedeckten Baumwipfeln umrahmt, verströmen eine unvergleichliche Beschaulichkeit. An ihren Ufern lässt es sich richtig durchatmen und still werden. Und wer es wagt, bleibt nicht nur am Ufer - sondern begibt sich sogar auf die spiegelnde Oberfläche. Denn auch bei Minusgraden hängt es von Wassertiefe und Windstärke ab, ob Seen zufrieren oder befahrbar bleiben. Wichtig für das Kajakfahren bei winterlichen Temperaturen sind vor allem wetterfeste Jacken und Hosen sowie Wechselkleidung, die in einer entsprechenden Tasche mitgeführt wird.
Zwei Reiter reiten über ein schneebedecktes Feld

Winterpaddeln auf dem Bodensee

Inspiration
Die winterliche Landschaft rund um den Bodensee vom Kajak aus erleben: Geführte Touren im Dreiländereck ermöglichen genau das. Für gute Ausrüstung ist gesorgt, sodass Paddelnde sich ganz auf das Naturerlebnis einlassen können.

Kurzer Abschluss / Inspiration

Die Wangen sind von der Kälte gerötet, die Finger noch klamm, von den Augenbrauen perlt das Wasser. Und trotzdem: Hat man erst einmal die Natur im Winter erlebt, möchte man nicht mehr darauf verzichten. Selbst für erfahrene Outdoor-Liebhaber stellt die dunkle Jahreszeit noch eine neue Herausforderung dar. Es sind eigene faszinierende Kräfte, die die Natur zwischen Dezember und März entfaltet und nur den Neugierigsten offenbart.

Noch wichtiger als im Sommer ist im Winter eine gute Vorbereitung und die richtige Ausrüstung für jede Outdoor-Aktivität. Denn ist man erst einmal nass oder durchgefroren, bleiben Spaß und Gesundheit schnell auf der Strecke.
Eines ist gewiss: Die Natur im Winter zu erleben ist auf andere Art lohnend, als sie im Sommer zu erkunden. Was man schaffen muss: hier und da die Zähne zusammenbeißen und sich mit allen Sinnen auf etwas Neues einlassen. Gelingt es, nimmt man unvergessliche Momente mit zurück ins Warme.

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