Albert Wenz, Verkäufer Herren Exquisit im Haus Stuttgart, illustriert von Cassandre Montoriol, 2018
insights

20 jahre mit albert

Dass er gut mit Menschen aus aller Welt kann, erkannte das Hause Breuninger, als es den amerikanischen Native Speaker von der Konkurrenz abwarb. Seither ist es die „Bewegung Breuninger“ und die Kunden, die Albert Wenz nun seit zwei Jahrzehnten im Unternehmen halten.

In welcher Position sind Sie tätig?

Albert Wenz: Dieses Jahr feiere ich mein 20. Jubiläum als Verkäufer in der Herrenabteilung Exquisit, in der ich unter anderem für Labels wie Polo Ralph Lauren oder Hackett London zuständig bin.

Was lieben Sie an Ihrer Arbeit?

Für mich ist es schön, im Hause Breuninger Kinder groß werden sehen zu können. In 20 Jahren habe ich miterlebt, wie kleine Bubis ihr erstes Poloshirt von Ralph Lauren bekamen und Jahre später für die eigene Tochter eines kauften. Diese Treue über Generationen hinaus, und dass man mit den Leuten gemeinsam alt wird, ist ein Stück weit Breuninger-Familie für mich. Dabei muss man aber auch mit den Schattenseiten klar kommen. Wenn einem Kunden z. B. ein Schicksalsschlag widerfährt, nimmt einen das schon mit. Man lernt die Leute eben lieben.

Was macht Breuninger als Arbeitgeber aus?

Breuninger ist für mich eine Art Institution. Unverzichtbar für Stuttgart wie der Schlossplatz oder die Weinberge – als ein Teil vom Ganzen. Die Stuttgarter lieben ihren Breuninger, den Breuni Bär, die einzelnen Welten und jetzt auch noch das Dorotheen Quartier. Neben den Kunden ist es das Miteinander im Breuni-Team, dazu gehören u. a. das Reinigungspersonal, die Schneiderin, die Logistik, die Detektive. Man kümmert sich umeinander und hilft sich gegenseitig. Man geht nicht nur zur Arbeit und dann wieder nach Hause. Breuninger ist wie ein riesiges familiäres Dorf. Und das ist das, was es so charmant macht.

Wie schafft es Breuninger auch in Zukunft für die Mitarbeiter genau wie für die Kunden interessant zu bleiben?

Jeder liebt das altmodische Kaufhaus-Feeling. Von den Abteilungen „Kinder“, „Damen“, „Herren“ über „Wohnen“, „Freizeit“ und „Sport“ – die Idee, alles in einem Haus zu haben, ist und bleibt einmalig. Die Kunst besteht nun darin, dieses Modell in die digitale Welt des 21. Jahrhunderts umzuwandeln. Die Kunden haben heute keine zwei Stunden mehr, um durch das Kaufhaus zu schlendern, sondern sind nach 20 Minuten Einkauf wieder auf dem Sprung. Es ist daher wichtig, dass jeder Bereich am Puls der Zeit ist und sich stetig weiter entwickelt. Gerade im Bereich High Fashion macht Breuninger sehr viel. Unsere Einkäufer z.B. halten immer Ausschau nach den neuen Modetrends sowie angesagten Labels. Breuninger ist in der Entwicklung recht mutig. Ich bin froh, ein Teil der Bewegung zu sein und auf meine Weise mitgestalten zu können.