Die Kelly Bag von Hermès illustriert von Cassandre Montoriol
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Nach Filmlegende Grace Kelly benannt, avanciert sie seither zusammen mit der Birkin zur wohl bekanntesten Tasche der Welt: Die Kelly Bag.

Handgefertigt und mit zeitlosem Design bestechen elegante Unikate aus dem Hause Hermès mit Kultstatus und ihrer hohen Exklusivität. Dank populären Trägerinnen wie Victoria Beckham zählt das luxuriöse Accessoires auch heute zu den absoluten Modeklassikern.

Grace Kelly mit ihrer Namenstasche von Hermès, 1956
©picture alliance / AP / Bill Ingraham

Sie ist eine der wenigen Taschen, die man beim Namen kennt: Eine Kelly Bag zu tragen, demonstriert nicht nur einen gewissen Status der Besitzerin, sondern bedeutet ein Stück Modegeschichte in der Hand zu halten.

Designt hat die Kulttasche das französische Unternehmen Hermès, welches anfangs ausschließlich auf Sattlerei-Artikel spezialisiert war. Seit 1892 fertigte und vertrieb der Lederwarenexperte erfolgreich große Taschenmodelle mit ordentlich Stauraum, welche der Form der heutigen Kelly Bag bereits ähnelten.

Es war das Jahr 1935 als Emile Hermès, Großvater des ehemaligen Präsidenten Jean-Louis Dumas-Hermès, die Idee hatte dem Sortiment eine citytaugliche, kleine Variante hinzuzufügen.

Und so trat in den 30er Jahren erstmalig die kleinere Urform unter dem Namen „petit sac haut à courroies“ (Tasche mit Trageriemen) auf.

Entgegen der damaligen verschnörkelten Mode und eigentlich für das Transportieren von Pferdezaumzeug gedacht, war die strenge, eckige Ledertasche aber weit davon entfernt eine It-Bag zu sein.

Das änderte der gute Geschmack einer Stilikone:

Es heißt, dass Fürstin Gracia Patrizia von Monaco – als amerikanische Schauspielerin unter dem Namen Grace Kelly bekannt – einst mit ihrer Lieblings-Handtasche von Hermès die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft vor Fotografen verbergen wollte.

1956 ziert das Paparazzi-Bild weltweit Magazin-Cover und läutet so die Geburtsstunde der trapezförmigen Tasche ein: Fortan schreibt das Modell unter dem Namen „Kelly“ Geschichte.

Eine Kelly Bag bedarf einem Täschner 18 Stunden und 2.600 Stiche.

Mit nur einem Henkel, ihrem steifen Boden dank dem sie auf ihren Metallfüßen steht und dem so typischen Verschluss mit kleinem Schloss samt ledernder Glocke, die den Schlüssel schützt, steht die wertvolle Ledertasche bis heute für ein zeitloses Design. Von anderen Taschen unterscheidet sie sich insbesondere durch die zwei Riemen, die sich zum Verschließen kreuzen. So lässt sich die Tasche vorwiegend im geschlossenen Zustand am Tragegriff händeln.

Gefertigt werden diese charakteristischen Merkmale mit Sorgfalt und viel Liebe zum Detail von einem einzelnen Handwerksmeister, der die Produktion von vorn bis hinten begleitet. Angefangen beim Einkauf erlesener Lederhäute wie z. B. Kuhleder, Straußenleder, Boxcalf, Krokodil, Eidechse, Leguan, Ziegenleder, Schweinsleder oder Lammleder über den Zuschnitt des Materials bis hin zum Nähen im sogenannten „Sattlerstich“:

Heute wird der Klassiker in über 200 Varianten in immer neuen Formen, Farben, Materialien und Größen aufgelegt. Je nachdem benötigt der Lederspezialist circa 15-20 Stunden Handarbeit, um eine Tasche herzustellen.

Entgegen der über die Jahre steigenden Nachfrage, hat sich Hermès entschieden, weiterhin wenige der begehrten Taschen zu produzieren, um nicht an Qualität und Exklusivität zu verlieren. Ein Prinzip, da aufzugehen scheint: Um eines der begehrten Luxus-Modelle – je nach Größe und Modell liegt der Einstiegspreis etwa bei  6600 Euro – ausschließlich in den Hermès Boutiquen zu ergattern, bestehen monatelange Wartezeiten.

Die Investition aber ist eine Anlage, die lohnt: Der über die Jahre steigende Wert einer Kelly Bag zeigt sich auf dem Second Hand Markt, auf dem die begehrten Klassiker für weit mehr als den Originalpreis den Besitzer wechseln.

In der Größe 35 und aus Box-Leder gefertigt, kostet dieses Kelly Modell ca. 8500,- Euro

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Ebenfalls zeitlos und dem Klassiker sehr ähnlich sind schöne Kelly Bag-Alternativen

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Die Handtasche einer Frau ist ein ebensolches Mysterium wie die Frau selber.

Und welche Taschen-Trends begleiten ihre Trägerinnen 2018?

Alt bekannte Accessoires-Lieblinge finden sich regelmäßig auf den internationalen Laufstegen wieder: Zu den Taschen-Trends 2018 zählen Klassiker wie die Bucket Bag, rote Taschen und Retro-Modelle mit Statement-Details. Neu aufgelegt sind die Nachwirkungen der klassischen Designs von früher allgegenwärtig:

Gucci hat mit reinterpretierten Bauch- oder Gürteltaschen bereits im letzten Jahr einen großen Trend gesetzt und damit Einflüsse aus den 80ern und 90ern aufgenommen. Chloé spielt mit den Taschen-Gesetzen und verbindet zwei zu einer hoch zwei. Grafische Formen und innovative Henkel-Lösungen zeigt Jil Sander auf. Und Chanel lässt beim Design-Klassiker mit milchiger Transparenz tief blicken.

Der Trend zur Handtasche ist in diesem Jahr neben Clutches auch auf Maxitaschen zu übertragen:

Unter anderen zeigt Loewe, dass Frau vorzugsweise jegliche Art von Taschen nicht am Henkel, sondern zusammen geknautscht oder direkt am Taschenrumpf in der Hand hält.

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Tasche hoch zwei bei Chloé
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Fendi verbindet klassisches Retro-Design mit Statement-Details
Taschen-Transparenz bei Chanel
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