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Power-Dressing mit Fokus Suiting: Frauen von heute wollen sich wie Persönlichkeiten kleiden nicht wie Püppchen. Die neue Womenswear ist smart, luxuriös und nimmt sich ganz selbstverständlich.

Fragte man Designer in der Vergangenheit danach, wen sie sich beim Entwerfen ihrer Kollektion vorgestellt hatten, bekam man Antworten wie „amerikanische Erbin an der Côte d’Azur in den 1970er-Jahren“, „futuristische Wüstennomadin“ oder „Bibliothekarin außer Dienst“. Diese Saison klang es anders. „Ich wollte etwas entwerfen, das meine Freundinnen gerne anziehen würden“, sagte Joseph Altuzarra. Für Louis Vuitton dachte Nicolas Ghesquière an „die Frauen in meiner Familie, mit denen ich aufwuchs und die meinen Sinn für Ästhetik prägten“.

Maria Grazia Chiuri beschrieb ihre Aufgabe bei Dior so: „Ich schaffe Kleidung für das Image, das Frauen von sich zeigen wollen. Wir sollten ihnen zuhören, um zu verstehen, was sie jetzt bewegt.“ Schon ihre Debütkollektion in 2016 als erster weiblicher Creative Director des tradierten Maison berührte den Zeitgeist. Sie ließ „We should all be feminists“ auf T-Shirts drucken, den Titel von Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichies Essay und eine Ansage, mit welcher Haltung Chiuri Mode entwerfen würde.

Ihre Show für Herbst/Winter 2018 griff den Spirit der 1960er-Jahre auf, als die Frauenbewegung ihren Lauf fand. Wohl nicht ganz zufällig, denn auch jetzt ist wieder etwas im Aufbruch. Wie fangen die Designer diese Stimmung ein?

Akris H/W 2018/19 © Gorunway.com
Akris H/W 2018/19 © Gorunway.com
Christian Dior H/W 2018/19 © Gorunway.com
Gabriela Hearst H/W 2018/19 © Gorunway.com
Loewe H/W 2018/19 © Gorunway.com
Loewe H/W 2018/19 © Gorunway.com
Loewe H/W 2018/19 © Gorunway.com
Victoria Beckham H/W 2018/19 © Gorunway.com
Victoria Beckham H/W 2018/19 © Gorunway.com
Gabriela Hearst H/W 2018/19 © Gorunway.com

Vor allem mit subtilen Interpretationen weiblicher Selbstbestimmung, wie Anzügen, die nicht wie ein Klischee von maskulinem Power-Dressing wirkten, sondern in Glencheck und mit taillierter Passform ziemlich lässig.

Zu den Insignien der Frau von heute gehörten auch Kostüme, weite Hosen und gegürtete Mäntel. Die Rocklänge: midi. Die Schuhe: flach. Die Schnitte: bedeckt. Diese Mode ist luxuriös, ohne ostentativ zu sein, praktisch, aber nicht langweilig und überaus smart. Und es mag wirklich sein, dass diese ernst zunehmende Kleidung dem Wandel der Zeit entspricht.

Ganz gewiss liegt es aber auch an einer Designerin, die die Mode in den letzten zehn Jahren bereichert hat wie keine andere. Phoebe Philo hat bei Céline nun aufgehört, doch was bleibt, ist ihr Verständnis, dass Frauen sich wie Persönlichkeiten, nicht wie Püppchen kleiden wollen.

In Zukunft kann man sich für diese Art von Mode an Marken wie The Row, Gabriela Hearst oder Loewe wenden. Und an eine Designerin, die vor genau zehn Jahren ihr Debüt mit einer Kollektion voller knackenger Bodycon-Kleider hatte.

Heute sieht Victoria Beckham Frauen in locker drapierten Plissees, coolem Leder und ernsthaft glamourösen Wollmänteln. „Ich wollte die Individualität der Models feiern“, sagt sie nach ihrer jüngsten Show über das Styling. „Es ist inspirierend, eine schöne Frau in der Kleidung zu sehen. Erst das erweckt ein Kleid zum Leben.“

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