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wussten sie, dass…

… Breuninger die größte Änderungsschneiderei Deutschlands hatte?

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1910 arbeiteten insgesamt 530 Personen bei Breuninger. Rund 200 davon waren in der Maßabteilung, Abänderung, Kürschnerei und Wäschefabrikation beschäftigt

Werbung für die Frühjahr- und Sommermode von 1936. Das Motto von E. Breuninger: „Frühling, Frauen und Mode!“

Très chic! Die beheizbaren Anprobe-Räume waren schon damals mit Teppich, Kristallspiegeln und elektrischem Licht ausgestattet

Das Maßatelier im Stuttgarter Haus: Im hauseigenen Atelier werden nicht nur elegante Alltags- und Businesskleidung gefertigt. Auch Wünsche nach besonderen Unikaten werden erfüllt

Schon vor der Jahrhundertwende wurde im Hause Breuninger neben zahlreichen Manufakturwaren teilweise Herren- und Damenwäsche sowie Hutkreationen angefertigt.

Mit dem Einzug 1903 in das neue Geschäftshaus – welches sich von der Münzstraße über die Becherstraße bis hin zur Karlstraße erstreckte – konnte Eduard Breuninger seine Vision „Möglichst gute Ware, möglichst preiswert verkaufen“ optimal umsetzen.

Die Konsequenz daraus: die Abteilungen wurden erweitert und aus den Maßabteilungen eigene Anfertigungen für Damen und Herren entwickelt. Die Angestellten wurden von da an mehrfach im Jahr nach Paris und Berlin geschickt, um wie der Firmengründer es formulierte: „überall die neuen Erscheinungen zu prüfen und das Beste schleunigst aufzunehmen“.

Einige Jahre später waren bei Breuninger in der Damenmaßabteilung, Abänderung, Kürschnerei, Wäschefabrikation und Wäschebüglerei das ganze Jahr über rund 200 Personen im Haus beschäftigt, extern war die Anzahl der Beschäftigten sogar noch größer.

1955, bei der Aufzählung dürfen natürlich auch die Änderungswerkstätten nicht fehlen, war die hauseigene Änderungsschneiderei mit einer Fläche von 1000 m² die größte in ganz Deutschland.

Und wie sieht es aktuell aus? Ateliers für Änderungsschneiderei haben wir in allen unseren elf Häusern, darüber hinaus gibt es in Stuttgart und Düsseldorf zusätzlich auch ein Maßatelier. Der Unterschied: Hier werden bei einem persönlichen Termin die individuellen Wünsche der Kunden umgesetzt. Das können auf den Leib geschneiderte Business- oder Alltagsoutfits sein oder besondere Unikate.

Die Stoffauswahl ist gigantisch: Auch die Maßkonfektions-Kollektionen von E. Zegna, Regent und Scabal sowie Strick nach Maß aus bis zu 7-fädigem Cashmere von der italienischen Marke Corte di Kel, sind im hauseigenen Atelier erhältlich.

… Breuninger seit 1911 einen Kurierdienst hat?

Der Breuninger Kundendienst beliefert seine Kunden seit 1911

Einst war es üblich, dass in den Souterrain-Räumlichkeiten der Warenhäuser verschiedene Werkstätten, wie z. B. eine Schlosserei, Schreinerei, Druckerei sowie ein Maleratelier, in dem Festdekorationen und Plakate kreiert wurden, untergebracht waren.

Auch die Poststelle und der Frachtversand befanden sich dort. Um die Jahrhundertwende herum wurden die Sendungen – in lebhaften Zeiten bis zu 1000 Stück täglich – per Pferdewagen transportiert.

Im Laufe der Jahre erwarb Eduard Breuninger einen beachtlichen Fuhrpark und so wurde 1911 schlussendlich auf mobile Kundenbetreuung umgestellt. Mit Erfolg: In den fünfziger Jahren fuhr der Breuninger Kundendienst neben der Bundespost und Bundesbahn weit über 100.000 Pakete aus.

Heutzutage sind selbstverständlich große LKWs im Einsatz und die Zahl der Pakete, die vom E-Shop an unsere Kunden oder in die einzelnen Häuser versendet werden, steigt kontinuierlich an.

Um ein Beispiel zu nennen: 2017 kamen in unserem Kundenservice im Bereich „Click & Collect“ (online bestellen und in der Filiale abholen) durchschnittlich bis zu 200 Pakete am Tag an.

… Breuninger das erstes deutsches Handelsunternehmen war das bargeldlose Zahlung einführte?

Mit der Breuninger Card wurde 1959 die bargeldlose Bezahlung eingeführt

Was 1959 als echte Innovation begann, ist auch heute noch etwas ganz Besonderes. Die Rede ist von der Breuninger Card. Noch vor Einführung der EC-Karten führte der Enkel des Firmengründers Heinz Breuninger als erstes deutsches Handelsunternehmen die bargeldlose Bezahlung per Kundenkarte ein. Mit dieser konnten Stammkunden auf Kredit mit regelmäßiger Abrechnung einkaufen.

Mittlerweile genießen Millionen von Card-Kunden zahlreiche Vorteile und profitieren von ausgesuchten Partner Specials.

Um Card-Kunden – einzeln und als Gemeinschaft – ein noch stärkeres Gefühl der Wertschätzung entgegenzubringen, wurde unter dem Überbegriff „Breuninger Friends“ im vergangenen Jahr ein neues Loyalitätskonzept entwickelt.

… Breuninger die erste Skybeach in Stuttgart hatte?

Einen Skybeach mit toller Aussicht auf die Stadt gab es bei Breuninger schon in den siebziger Jahren, nur hieß er damals noch nicht so

Beim Ausheben der Baugrube für den Breuninger Markt am Marktplatz waren Arbeiter Anfang der siebziger Jahre auf eine Mineralquelle gestoßen. Firmenchef Heinz Breuninger, der einen Sinn für Ausgefallenes hatte überlegte nicht lange, und ließ ein 25-Meter-Mineralbecken mit Sauna und Freibereich bauen. Die Eröffnung wurde im Januar 1972 gefeiert.

Von diesem Zeitpunkt an – bis 1988 – konnten die Kunden ihre Freizeit nicht nur beim Shopping, sondern auch beim Schwimmen oder auf der Dachterrasse mit Blick auf den Tagblatt-Turm in Liegestühlen relaxend genießen. Nachdem die Badeoase geschlossen war, zog ein Fitnessstudio ein. Heutzutage befindet sich an der gleichen Stelle das Mitarbeiter-Casino.

… Breuninger das erste Warenhaus in Süddeutschland mit Rolltreppe war?

Symbol der Moderne: Nach seiner Amerikareise führte Heinz Breuninger in den 1950er-Jahren die Rolltreppe ein

Das primäre Ziel von Heinz Breuninger: Den Einwohnern von Stuttgart und Umgebung die größte und beste Einkaufsmöglichkeit Deutschlands zu bieten. Aus diesem Grund bereiste er – wie schon sein Großvater – als einer der ersten Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg die verschiedenen Metropolen Amerikas. Ganze sieben Wochen blieb er vor Ort und sah sich alle Kaufhäuser in New York, Detroit und Chicago an.

Wieder zurück in Deutschland, hatte Heinz Breuninger zahlreiche Ideen für den Wiederaufbau der Breuninger-Häuser. Eine davon war ein neues System von Aufzügen und Rolltreppen. Das Stuttgarter Unternehmen gehörte somit zu den ersten Warenhäusern Süddeutschlands, die eine Rolltreppe hatten.

Viele, viele Jahre später, nachdem die elektrischen Stufen rund 60 Millionen Breuninger Kunden und damit rund 4,8 Milliarden Kilogramm Gewicht befördert hatten, fand im Breuninger Mittelbau im Dezember 2011 ein spektakulärer Fahrtreppentausch statt.

… es den Breuni Bär schon 68 Jahre gibt?

Wer in Stuttgart groß geworden ist, kennt ihn: den Breuni Bären

Er hatte ein eigenes Taschenbuch, tauchte ab und an in der Breuninger Werbung auf und war als Model bei Modenschauen zu sehen: der Breuni Bär. Seinen ersten Auftritt hatte er 1950. Sicherlich erinnern sich viele, die in Stuttgart groß geworden sind noch daran.

Seinen Kultstatus hat der kuschelige Bär über all die Jahre nicht verloren. Auch heute agiert der Bär regelmäßig in Walking-Acts und zieht bei kleinen und großen Veranstaltungen die Aufmerksamkeit auf sich.

Und sonst? Gibt es den Breuni Bären in Miniatur von Steiff zu kaufen und im Februar 2018 wird er in einem neuen Outfits zu sehen sein. Lassen Sie sich überraschen.