„Heavenly Bodies", also himmlische Körper, geschmückt mit den schönsten kirchlich inspirierten Roben großer Designer, zeigt die Ausstellung im New Yorker Met © The Metropolitan Museum of Art
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himmlische mode

Der erste Montag im Mai gebührt bekanntlich der Met Gala, dem Fashionevent des Jahres. Zur Eröffnung der diesjährigen Ausstellung „Heavenly Bodies: Fashion and the Catholic Imagination“ in New York präsentieren sich die Größen Hollywoods in atemberaubenden Roben, die wie von Gott geschaffen scheinen.

Denn vom 10. Mai bis zum 8. Oktober 2018 beleuchtet die Ausstellung im Metropolitan Museum of Art Vatikansmode und prunkvolle Kreationen großer Designer, die mit kirchlich inspirierten Kleidern das Schöne im Katholizismus feiern.

Rihanna funkelt und glitzert und überstrahlt sie alle: Machtvoll und erhaben verführt sie als Päpstin im von Maison Margiela geschneidertem Ensemble aus Steinen und Perlen besetztem Kleid, Mantel sowie Bischofshut. Kreativkopf John Galliano setzte den Entwurf nach den Vorstellungen der Sängerin um und erfüllt so weltweite Erwartungen. Typisch für „Riri“ ist, bei der jährlichen Met Gala mit dem auffälligsten Look zu polarisieren.

Zur Eröffnung der aktuellen Met Ausstellung „Heavenly Bodies: Fashion and the Catholic Imagination“ schöpft nicht nur Galliano aus dem Füllhorn an Inspirationen, welches die Ausstellung bietet. Am Abend der Gala präsentieren sich die Celebrities in Wahnsinns-Kleidern, für welche die Designer göttliches umsetzten:

Goldene Roben mit Kreuz-Applikationen und Beinschlitz, rote Seidenkleider oder schwarze Tüll-Gewänder mit mystischem Schleier – alles Entwürfe, die wie eine moderne Weiterführung dessen ist, was in der Met Ausstellung fokussiert wird.

Voller Glanz und Anmut: Rihanna bezaubert als Päpstin bei der Met Gala 2018 © Getty Images

Mode und Kirche?

Religion als Thema für eine Modeausstellung überrascht nicht. Seit Jahrhunderten nehmen Gewänder, Accessoires und Juwelen einen hohen Stellenwert in der Geschichte ein. Dabei soll Kleidung stets Pracht, Glanz und Anmut verleihen. Zum Beispiel die mit 18.000 Diamanten besetzte päpstliche Tiara aus dem 19. Jahrhundert, die eigens mit Bodyguard an ihre Ausstellungsstätte anreist. Oder ein anderes Messgewand für welches Näherinnen in 16 Jahren Handarbeit die Ikonografie der Kirche auf den Stil des Trägers übertrugen.

40 geliehene Meisterwerke aus der Sakristei der Sixtinischen Kapelle umfasst die Met Ausstellung. Es ist das erste Mal, dass Gewänder aus dem Vatikan außerhalb des Kirchenstaats stattfindet. Und dabei soll es nicht bleiben: Inmitten von Kreuzen, Kronen und Engeln wird die päpstliche Kleidung ausgerechnet um eindrucksvolle Fashion-Entwürfe von John Galliano oder Gianni Versace ergänzt.

Rund 150 kirchlich inspirierte Roben und Engelskleider komplettieren die Ausstellung und zeigen in welchem Umfang sich die großen Designer mit der Kirche befassen: Die heilige Maria trägt Yves Saint Laurent, zumindest ihre Marienstatue in Paris. Versace zaubert einen figurbetonten Traum in Gold inklusive gekreuzter Brokatspitze, Valentino zieht mit fesselndem Print ins Paradies und Viktor & Rolf schneidert Haute Couture zu zeitgenössischen Silhouetten.

Teils freizügig ausgeschnittene Kreationen großer Designer im Mix mit heiliger Papst-Bekleidung? Provokation oder katholische Fantasie?

Genau das macht es interessant: Denn ob zur Konfrontation oder um dem Schönen im Katholizismus Ausdruck zu verleihen, erzählen die prunkvoll geschmückten Einzelstücke ihre eigenen spannenden Geschichten.

Gianni Versace, Herbst/ Winter 1997–98, Geschenk von Donatella Versace, 1999 © The Metropolitan Museum of Art
Maria Grazia Chiuri and Pierpaolo Piccioli für Valentino, Frühjahr/ Sommer 2014 Haute Couture © The Metropolitan Museum of Art
Domenico Dolce and Stefano Gabbana für Dolce & Gabbana, Herbst/ Winter 2013–14 ©The Metropolitan Museum of Art
John Galliano für House of Dior, Herbst/ Winter 2000-2001 Haute Couture ©The Metropolitan Museum of Art
Viktor Horsting and Rolf Snoeren für Viktor & Rolf, Herbst/ Winter 1999-2000 Haute Couture ©The Metropolitan Museum of Art
Statuen-Gewand für die Jungfrau von El Rocío, Yves Saint Laurent, ca. 1985 ©The Metropolitan Museum of Art

Als überzeugte Katholiken lassen sich Domenico Dolce und Stefano Gabbana in ihrer Kreation regelmäßig von ihrer Religion inspirieren.

Unter „Fashion Devotion“ präsentiert sich die Dolce & Gabbana Herbst-/ Winterkollektion 2018 in einer katholischen Zeremonie. Ein Event der Mode-Hingabe, bei dem ein inszenierter Laufsteg als Hommage an die Barock-Kirche Santa Cita in Palermo auf Sizilien, der Geburtsinsel von Domenico, dient. Und schwere Samtstoffe in tiefem Grün, Kardinalsrot und venezianischem Rosa, üppige Stickereien sowie prunkvoll überladene Glitzer-Looks Einblicke gewähren in die „Bible of Style“ des italienischen Labels.

Zum Kontrast bedienen sich Dolce & Gabbana in ihrer Show der fortschrittlichen Technik und lassen ihre Accessoires mittels Drohnen über den Laufsteg schweben. Vielleicht als ein Ausblick darauf, woran wir künftig in der Mode glauben könnten.

Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com
Dolce & Gabbana HW 2018 © gorunway.com

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