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die magie der geschichten

Er ist ein absoluter Weihnachtsmensch und gäbe es die Möglichkeit, sich auf die Stelle des Weihnachtsmannes zu bewerben, wäre Kai Haferkamp sofort dafür zu haben.

Glück aber für uns, dass dies nicht möglich ist und dass der 51-jährige Osnabrücker Spiele- und Buchautor (und Rechtsanwalt) geworden ist.

Spezialist für Kinderbüche und Spiele: Kai Haferkamp

Insgesamt wurden bislang zahlreiche Bücher und mehr als 150 Spiele  von ihm, u. a. „Lauras Sternenspiel“, „Der Kleine Prinz“, „Pippi Langstrumpf“ und „Gespensterjagd auf Canterville“ veröffentlicht. In der Spieleszene gilt Kai Haferkamp auch als Spezialist für Literaturumsetzungen.

Und so war er für die Breuninger Weihnachtsgeschichte „Der kleine Bär und das allerschönste Weihnachtsgeschenk“ sofort unser Favorit.

Ihr Tipp für eine entspannte Adventszeit?

Kai Haferkamp: Konzentration auf das Wesentliche und sich Zeit nehmen, den flüchtigen Moment zu genießen. Statt Hetze inmitten lauter Fußgängerzonen, lieber ein stiller Spaziergang durch den winterlichen Wald, um in sich hineinzuhören und den Kopf freizubekommen für das, was wirklich zählt.

Was bedeutet Weihnachten für Sie?

Kai Haferkamp: Weihnachten ist für mich immer auch eine Zeitreise zurück in die eigene Kindheit, zu wunderschönen Erinnerungen und zugleich ein besonderes Gefühl, das ich als stilles Glück beschreiben würde. Das Weihnachtsfest kann eine Schatztruhe sein für jeden, der sich den Schlüssel bewahrt hat, um sie öffnen zu können.

Welche Rituale sind Ihnen an Weihnachten besonders wichtig?

Kai Haferkamp: Wortwörtlich im Mittelpunkt steht der Weihnachtsbaum am Heiligabend im Kreis der Familie. Der warme Schein echter Bienenwachskerzen, der unvergleichbare Weihnachtsduft und die gesamte Weihnachtsatmosphäre zusammen mit den Menschen, die mir nahestehen, sind Dinge, die mir sehr wichtig sind.

Gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen, bedeutet zugleich, für jemanden die Sterne vom Himmel zu holen. Zeit ist das Kostbarste, was wir verschenken können.

Ihr Lieblingsweihnachtslied?

Kai Haferkamp: „O du fröhliche“. Dieses Lied berührt mich am meisten. Woran das liegt? Mein Urgroßvater hat mir eine alte Spieluhr, die dieses Lied spielt, geschenkt. Diese steht auch heute noch unter dem Weihnachtsbaum.

Das richtige Geschenk zu finden: Fällt Ihnen das leicht, oder ist das eher eine Herausforderung?

Kai Haferkamp: Die Breuninger Weihnachtsgeschichte 2018 versucht, eine Antwort zu geben: Das schönste und „richtige“ Geschenk für die Menschen, die uns nahestehen, ist, füreinander da zu sein, nicht nur zu Weihnachten.

Gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen, bedeutet zugleich, für jemanden die Sterne vom Himmel zu holen. Zeit ist das Kostbarste, was wir verschenken können. Dies angesichts der Hektik des Alltags zu schaffen ist die Herausforderung, vor der wir alle täglich stehen.

Während wir uns über die ersten Frühlingstage freuen, sind Sie bereits mit dem kommenden Weihnachtsfest beschäftigt. Wie versetzen Sie sich in weihnachtliche Stimmung?

Kai Haferkamp: Nach dem Fest ist vor dem Fest: Ich bin tatsächlich jemand, der sich gar nicht irgendwie in eine weihnachtliche Stimmung versetzen muss. Eine gewisse weihnachtliche Grundstimmung begleitet mich das ganze Jahr über – was aber natürlich auch an so schönen Projekten wie der weihnachtlichen Zusammenarbeit mit Breuninger für dieses Magazin liegt.

Das Jahr 2018 geht zu Ende. Was waren Ihre persönlichen Highlights?

Kai Haferkamp: Anfang des Jahres habe ich eine Reise nach Lappland gemacht, die mich sehr beeindruckt hat. Zudem ist – pünktlich zu Weihnachten – ein neues, ganz besonderes Spiel von mir im Spieleverlag Haba erschienen.

Es heißt „Die Legende der Irrlichter“ und ist ein kooperatives Memo-Sammelspiel mit magischem Lichterwald-Labyrinth und interaktivem LED-Spielplan. An diesem Spiel habe ich mehr als sieben Jahre gearbeitet und so hoffe ich, dass es in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum in vielen Familien gespielt wird.