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Zeitlos schön: die große Variante der K/ Signature Shoulderbag von Karl Lagerfeld © Karl Lagerfeld

Karl und Choupette auf Seefahrt: Highlight-Look aus der aktuellen Karl Lagerfeld-Kapselkollektion „Kaptain Karl" © Karl Lagerfeld

Karl und Choupette auf Seefahrt: Die aktuelle Karl Lagerfeld-Kapselkollektion "Kaptain Karl" spielt mit Ringelstreifen und Sommertweed © Karl Lagerfeld

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alle lieben karl

Designer, Fotograf, Visionär, Kurator und der mit Abstand meistfotografierteste Modeheld unserer Zeit: Für Karl Lagerfeld, auch gerne „Karl der Große“ genannt, gibt es zahlreiche Bezeichnungen. Und obwohl man sozusagen sehr viel über ihn weiß, ist und bleibt Karl Lagerfeld als Mensch hinter seiner ikonischen Fassade ein Mysterium.

Damit Sie den Überblick über das Turbo-Leben dieses vielseitig Kreativen nicht verlieren, hier unsere 4-Punkte-Liste:

Karl Lagerfeld in seinem Signature-Look © Karl Lagerfeld

1. Kurzbiografie und Design-Stationen

Er selbst sagt: „Ich brauche keine 35 Stunden Woche, ich brauche einen 48 Stunden Tag“. Kein Wunder, denn seit über dreißig Jahren entwickelt er rund 20 Kollektionen pro Jahr. Ein kurzer Blick zurück:

Als Karl Lagerfeld 1950 in einem Hamburger Hotel eine Dior-Modenschau sah, stand sein Entschluss fest: Er geht nach Paris, um Mode zu machen. Mit 17 Jahren, gerade fertig mit der Schule war es dann soweit.

Kurze Zeit später nahm er 1954 am noch heute existierenden „International Woolmark Prize“ des Internationalen Wollsekretariats IWS teil – 1997 wurde es in „The Woolmark Company“ umbenannt – und gewann den ersten Preis in der Kategorie „Mantel“. Kurz darauf bekam Karl Lagerfeld eine Stelle als Assistent bei Pierre Balmain und der Entwurf seines preisgekrönten Wollmantels ging bei Balmain in Produktion.

1957 bis 1962 wechselte Karl Lagerfeld zu Jean Patou und nahm dort die Position des Art Directors ein.

1964 wurde Karl Lagerfeld im Hause Chloé als Chefdesigner ernannt. 1978 verließ er das Unternehmen. Nach einer Pause wurde er 1993 erneut für fünf Jahre verpflichtet.

1965 bis heute: Seit 53 Jahren arbeitet das italienische Traditionshaus Fendi nun schon mit Karl Lagerfeld zusammen und stellt damit einen Rekord auf. Grund: Das ist die bisher längste Kooperation zwischen einem Designer und einem Luxus-Label. Neben zahlreichen Kollektionen entwarf er auch das Doppel-F-Logo, das alle Fendi Produkte ziert.

1984 bis heute: Gründung seines eigenen Labels, das im Laufe der Jahre unter verschiedenen Labelnamen wie z. B. „Karl Lagerfeld Impression“ und „Lagerfeld Gallery“ lief. 2006 wurde „Lagerfeld Gallery“ wieder in „Karl Lagerfeld“ umbenannt.

Darüber hinaus gab es einige Jahre auch die Zweitlinie „KL by Karl Lagerfeld“. Mitte 2013 wurde das Portfolio auf die Marken „Karl Lagerfeld“ (Damen und Herren) sowie „Lagerfeld“ (Herren) beschränkt. Es beinhaltet Ready-to-Wear für Frauen und Männer, eine Kinderkollektion, Accessoires und seit 2017 auch eine Schmuckkollektion.

1983 bis heute: Karl Lagerfeld wird zum künstlerischen Direktor für die Mode von Chanel ernannt und entwirft alle Haute-Couture-, Prét-à-Porter- und Accessoire-Kollektionen. Laut eigener Aussage steht er „lebenslang“ unter Vertrag.

Darüber hinaus gab es natürlich auch zahlreiche bekannte Kooperationen wie zum Beispiel mit H&M, Steiff, Tokidoki, Shu Uemura, Vilebrequin und Vans.

2. Tolle, neue Projekte in 2018

Letztes Jahr richtete der Modedesigner die „Grands Appartements“, die Suiten des Hôtel de Crillons in Paris ein. Gäste finden hier handgemachte Holztäfelungen, funkelnde Kronleuchter, einen begehbaren Kleiderschrank, edle Marmorbäder und einige der Lieblingsbücher des Designers. 2018 wird die Eröffnung eines 6-Sterne-Luxushotels in Macau im „Grand Lisboa Palace Hotel“ folgen, für das Karl die komplette Inneneinrichtung entworfen hat.

Aber auch im Modebereich sind tolle Kooperationen geplant. Dazu gehören die „Karl Lagerfeld x Kaia“ sowie die „Karl Lagerfeld Curated by Sébastien Jondeau“-Kollektion. Was uns dabei erwartet?

Kaia Gerber, Model und Tochter von Cindy Crawford, wird eine Capsule Collection für das Label Karl Lagerfeld entwerfen, die im Herbst auf den Markt kommen soll. Die Kollektion umfasst Mode, Schuhe, Sonnenbrillen und Schmuck. Der Look? Karls klassischer Chic trifft Kaias Karlifornia-Girl-Attitüde.

Die Sonderkollektion für Männer, widmet Karl Lagerfeld seinem attraktiven, 42-jährigen Bodyguard und persönlichem Assistenten, dem Franzosen Sébastien Jondeau, der ihm seit 20 Jahren auf Schritt und Tritt folgt. Präsentiert wurde die sportlich inspirierten Kreationen Ende Januar an der Pitti Uomo in Florenz. Die Kollektion, die aus Jeans, Baseballjacken, Lederjacken, Ringelpullis und einem Smoking besteht, wird allerdings erst im August 2018 in die Stores kommen.

Weiterer Look aus der aktuellen Karl Lagerfeld-Kapselkollektion "Kaptain Karl"

3. Topmodels und seine Musen

Karl Lagerfeld hat nicht nur Inès de la Fressange in den achtziger Jahren und Claudia Schiffer wie Stella Tennant in den neunziger Jahren zum Supermodel-Status verholfen. Auch zahlreiche andere Frauen sind als Musen von Karl dem Großen in die Modegeschichte eingegangen. Dazu gehören: die Sängerin Florence Welch und Vanessa Paradis, Schauspielerinnen wie Blake Lively und Diane Kruger sowie zahlreiche Models wie Brad Kroenig, Baptiste Giabiconi, Toni Garrn, Freja Beha Erichsen und Cara Delevingne. Karl Lagerfelds neueste Muse lief im Dezember als Star der „Métiers d’Art“-Show von Chanel durch die Ränge der Hamburger Elbphilharmonie: die Tochter von Cindy Crawford, Kaia Gerber.

4. Was das Label Karl Lagerfeld ausmacht

Das kann der CEO von Karl Lagerfeld, Pier Paolo Righi, am besten erklären: „Karl Lagerfeld nimmt sich nicht zu ernst. Er ist sehr ironisch. Und so gehört dieses ironische Element zur DNA der Marke, ebenso wie Spaß und Schrulligkeit. Auch die ikonischen Elemente, so wie er sich selbst darstellt, mit dem hohen Kragen in Schwarz-Weiß, gehören dazu und bringen die Marke zum Leben“.

Absolut Eyecatching: Der Karl Lagerfeld Pop-up-Shop im Breuninger Department Store in Stuttgart © Marc Müller, Getty Images