Das kleine Schwarze illustriert von Cassandre Montoriol
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Mitunter seit „Frühstück bei Tiffany“ steht fest, welche Anmut und Kraft ein einzelnes Kleidungsstück haben kann. In der wohl schönsten Filmszene verwandelt sich Audrey Hepburn alias Holly Golightly vom Mädchen im Pyjama zur eleganten Dame.

Es ist ein einfaches, schlichtes Kleid – schwarz, knielang und ohne viel Tamm Tamm – das seit nun mehr als 90 Jahren der Inbegriff für Stil und Eleganz ist.

Opulent in Szene gesetzt oder in schlichter Zurückhaltung inszeniert: Auf dem Runway ist das kleine Schwarze auch heute fester Bestandteil nahezu jeder Kollektion. Wenngleich die Designer – angelehnt an aktuelle Trends – mit Formen, Schnitten und Materialien spielen, verleihen die Kreationen ihren Trägerinnen immer eine zeitgenössische Nonchalance.

Wie das aussieht? Victoria Beckham zum Beispiel setzt einem fließenden Seidenkleid in Midi-Länge Rüschen auf und stylt es zur Trendfarbe Flieder. Valentino wiederum betört mit weitem V-Ausschnitt und verführerischer Transparenz zu lässigem Jersey und glitzernden Details.

Das luxuriöse Streetwear-Label Off-White zeigt den eleganten Klassiker mit sportivem Dreh und kombiniert ein körpernahes Satinkleid im schulterfreien Carmen-Schnitt zu Logo-Shirt mit Zipper. Accessoires, die aus dem funktionalen Trainingsbereich bekannt sind, machen den Look komplett.

Von links nach rechts: Runway-Looks der Spring Summer 2018 Kollektionen von Victoria Beckham, Valentino und Off-White

Über die Diversität des kleinen Schwarzen war sich auch schon Audrey alias Holly bewusst. Zu diesem einen Kleid – das eigens für den Kultfilm von 1961 vom Modeschöpfer Hubert Givenchy angefertigt und zuletzt für circa 600.000 Euro versteigert wurde – variierte sie in ihren Accessoires mit ganz großer Wirkung: Als sie einmal einen ausladenden Hut aufsetzte, dezente Perlen-Ohrringe sowie lange Handschuhe ansteckte und wiederum an einem anderen Tag mit opulentem Collier zu Diadem und langer Zigarettenspitze bezauberte.

Dieses schlichte Kleid wird eine Art Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden.

Eigentlich war es aber Modeikone Coco Chanel, die im Jahre 1926 den schlichten, knielangen Ur-Entwurf aus Crêpe de Chine als „the little black dress“ in den Köpfen der Frauen verankerte. Blieb die Farbe schwarz bis dahin ausschließlich verheirateten Damen, Witwen und Dienstboten vorbehalten, sollte das kleine Schwarze die Modewelt revolutionieren. Coco Chanel trotzte jeder Kritik und war überzeugt, dass ihre Kreation künftig Frauen „morgens zum Einkaufen, mittags zum Tee und abends ins Theater“ begleiten würde. Wie Recht sie hatte, heute ist das kleine Schwarze zum zeitlosen Klassiker avanciert.

Das kleine Schwarze auf Breuninger.com

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