news

kultstücke aus spitze

Kristen Stewart, Reese Witherspoon, Rachel McAdams und Beyoncé – die Liste an Stars, die bereits in Kreationen von Self-Portrait gesichtet wurden, ist lang. Kein Wunder! Die vorwiegend aus Spitze designten Kreationen des 38-Jährigen Han Chong sind ein echter Traum und beweisen, dass Feminität und Verspieltheit auch cool geht. Darüber hinaus gibt es die Red-Carpet-taugliche Mode zu einem sensationellen Preis.

Woher der in Malaysia geborene Designer und Gründer sein Know-how hat? Nach seinem Designstudium am Central Saint Martins College in London gründete er 2011 zusammen mit Yvonne Hoang das Label Three Floors. Da er sich im kreativen Bereich aber mehr Freiheit wünschte, verließ er das Unternehmen und gründete 2013 sein eigenes Label Self-Portrait.

Han Chong, Gründer des Londoner Kultlabels Self-Portrait

Der Name Ihres Labels ist recht außergewöhnlich. Wie sind Sie auf diesen Namen gekommen und was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen?

Han Chong: Der Name kam mir in den Sinn, als ich zum einen über die populäre „Selfie“-Kultur unserer Zeit nachgedacht habe und darüber philosophiert habe, was die herkömmliche Vorstellung eines Selbstporträts in der Kunstgeschichte war. Und was die Idee hinter Self-Portrait ist? Es geht darum, die persönliche Identität zu erforschen, wie wir uns sehen und wie wir sie ausdrücken.

Sie sind in Penang, in Malaysia, aufgewachsen und haben später in Kuala Lumpur gearbeitet. Warum haben Sie sich entschieden, in London eine eigene Marke zu gründen?

London ist eine unglaublich inspirierende Stadt. Angefangen bei den unzähligen Galerien, den Events und Nachtclubs – tagein tagaus ist man von jungen Kreativen und innovativen Konzepten umgeben. Darüber hinaus, nachdem ich nun schon viele Jahre in London lebe – u.a. habe ich hier auch meine Ausbildung in Fashion Design am Central Saint Martins absolviert – kann ich zweifellos sagen, London ist mein Zuhause, die Stadt, in der ich mich am wohlsten fühle.

Welche Frau trägt Selbst-Porträt?

Unser „Self-Porträt Girl“ ist eine moderne, vielbeschäftigte Frau, die Spaß hat, souverän ist und keine Angst hat, mit Mode zu experimentieren. Beim Designen der Kollektionen, habe ich daher immer vor Augen, was Frauen von ihrer Garderobe erwarten – sie soll vielseitig sein und sich dem geschäftigen Lebensstil der modernen Frau anpassen – und wie sie sich in der Kleidung fühlen möchten.

In der Geschichte nahmen Selbstportraits schon immer eine spezielle Rolle ein. Die heutige Generation treibt es mit Selfies auf die Spitze.

Made in Asia ist ein starker Teil Ihrer DNA. Warum haben Sie diese Tatsache nie versteckt wie andere Marken?

Es ist Teil meines persönlichen Hintergrunds, daher sah ich keine Notwendigkeit, dies zu verbergen. Ich weiß, das Prädikat „Made in Asia“ hatte nicht immer den besten Ruf, aber unser Ziel ist es, neu zu definieren, was eine Luxusmarke sein kann. Mein Team und ich, wir arbeiten hart, um jedes Detail zu perfektionieren, die richtigen Stoffe zu finden und die Passform so zu optimieren, dass das finale Kleidungsstück etwas ist, das Frauen tragen können, um sich schön zu fühlen.

Warum arbeiten Sie so gerne mit Spitze?

Spitze ist ein schöner Stoff, der leider oft mit Anlassmode assoziiert wird. Mit meinen Kreationen möchte ich den Frauen aber zeigen, dass dieses filigrane, zarte Material durchaus sehr vielseitig getragen werden kann: Spitze passt zu jeder Gelegenheit und Blusen oder Röcke aus Spitze sind echte Allrounder. Ich liebe es mit Spitze aufregende Stilbrüche zu kreieren, z.B. wenn der androgyne Tomboy-Stil auf feminine Details trifft. Doch davon einmal abgesehen wird Spitze immer ein Schlüsselelement von Self-Porträt sein. Natürlich versuchen wir auch pro Saison circa 30 Prozent neue Produkte zu präsentieren. Letzten Winter gab es auch Looks aus Samt. Auch in der neuen Frühjahr-/ Sommerkollektion, die wir in New York gezeigt haben, wurden die Neuheiten mit großer Begeisterung aufgenommen.

Wie erklären Sie sich ihre Faszination für Mode?

Das muss mit meinem familiären Umfeld zu tun haben. Ich bin von vielen Frauen umgeben aufgewachsen. Wenn sich meine Mutter, meine Tanten usw. für einen besonderen Anlass zurechtgemacht haben, war das fast immer ein Happening. Dieser Moment hatte etwas sehr Faszinierendes für mich. Ich erkannte die transformative Kraft der Mode und dass Mode, Vertrauen schafft.

Individualität und Selbstdarstellung sind somit präsenter denn je.

Sie sind Teil einer jungen Designer-Generation, die mit Internet und Social Media aufgewachsen ist. Wie hat sich das auf Ihre Arbeit ausgewirkt?

Ich liebe soziale Medien. Unseren Instagram-Account @mrselfportrait verwalte ich selbst. Überdies hat Online-Präsenz eine große Rolle beim Aufbau unserer Marke gespielt, egal wo die Kunden zu Hause sind, sie können unsere Kreationen mit einem Klick kaufen. Des Weiteren hat sich das Internet als reines Informationsmedium weiterentwickelt. Es bietet unglaubliche Kommunikationsmöglichkeiten, einen direkten Austausch. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen aus verschiedenen Regionen und Ländern ihre Self-Portrait-Stücke stylen.

Erzählen Sie uns ein wenig von der neuen Kollektion, die bereits in den Stores eingetroffen ist.

Für die Frühjahr-/ Sommerkollektion 2018 bin ich in die späten siebziger Jahre und in die charismatischen, frühen achtziger Jahre eingetaucht. Mit Bianca Jagger als Muse. Und so zieren Polka-Dots, Sternenmuster und Nadelstreifen die fließenden, stets taillierten Designs. Für dramatisches Flair sorgen hingegen die Tops mit Oversize-Volants, die Röcke mit asymmetrischen Silhouetten und die figurschmeichelnden Kleider aus femininer Guipure-Spitze, welche sich in dieser Saison in Rot, Navy oder Weiß und mit rosafarbenem Futterstoff zeigen. Als rockigen Bruch designte ich edle Schuhkreationen mit markanten Kettendetails.

Wird es in Zukunft auch Accessoires von Self-Portrait geben oder denken Sie über eine Zusammenarbeit mit einer Accessoire-Marke nach?

Lustig, dass Sie fragen. Wir haben gerade unsere erste eigene Schuhkollektion lanciert. In den letzten Jahren haben wir mit verschiedenen Accessoire-Labels zusammengearbeitet. Den Entstehungsprozess fand ich sehr interessant. Es ist etwas, das mich kreativ herausfordert und mich dazu bringt, mich dem Design auf andere Weise zu nähern.

Das One Shoulder-Kleid von Self-Portrait begeistert mit raffinierter Optik und ist unter breuninger.com zu kaufen