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„Afternoon Stories“ so der Titel der aktuellen Kollektion von William Fan. © William Fan

„Afternoon Stories“ so der Titel der aktuellen Kollektion von William Fan. © William Fan

„Afternoon Stories“ so der Titel der aktuellen Kollektion von William Fan. © William Fan

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urban couture

William Fan hat die deutsche Modeszene im Sturm erobert. Klarheit und Opulenz sind die Ausgangspunkte für seine facettenreichen Unisex-Kollektionen. Genau genommen hat sich der deutsch-chinesische Jungdesigner innerhalb von zwei Jahren einen ganzen Designkosmos aufgebaut. In seinem Berliner Showroom präsentiert William Fan neben Mode auch Accessoires, Schmuck und seit kurzem sogar seine erste Möbel- und Porzellanlinie. Unterstützt wird er dabei seit 2016 vom langfristigen Förderprogramm des „Fashion Council Germanys“.

Sein größter Wunsch – Michael Jackson in einem William Fan-Outfit zu sehen – wird wohl leider nicht mehr in Erfüllung gehen. Doch dafür hat sich für den Jungdesigner, der erst an der ArtEZ Hochschule der Künste in Arnheim Mode studierte und schließlich an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee seinen Master-Abschluss machte, ein anderer großer Traum erfüllt: Der in Deutschland geborene Chinese hat in kometenhafter Schnelligkeit den Aufstieg in den Mode-Olymp geschafft und wird seitdem

von der deutschen Modeszene und Presse als das große neue Talent gefeiert. Wie es dazu kam? Nach ersten Berufserfahrungen unter anderem bei Alexander McQueen in London und seiner Schwester, die in Hamburg seit 15 Jahren das Taschenlabel Chi Chi Fan unterhält, machte sich William Fan selbstständig und präsentierte 2015 auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin seine erste Kollektion.

Die Menschen schmücken sich gerne mit Mode von Jungdesignern. Das ist für sie der neue Luxus.

Neben Mut und einem guten Geschäftssinn – mit der ersten Kollektion verdiente er bereits genug, um davon die Nächste finanzieren zu können, verfügt William Fan von Anfang an über eine Eigenschaft, die sich viele Designer mühsam erarbeiten müssen: eine unverwechselbare Handschrift.

Was für den 30-Jährigen kennzeichnend ist, kann er selbst am besten erklären: „Die modische Differenzierung zwischen Mann und Frau ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Aus diesem Grund hat meine Kleidung weibliche und männliche Züge.“ Darüber hinaus liegt sein Fokus auf Funktionalität und Nachhaltigkeit. Logische Konsequenz: Er setzt nicht auf Trends, sondern auf einen Stil, der klassisch, funktional und experimentell zugleich ist. Man könnte auch sagen, dass sich in seinem Stil Teile seiner Biografie widerspiegeln. Was damit gemeint ist? William Fan hat in zwei Ländern Wurzeln. Seine Eltern stammen aus Hongkong und er selbst wuchs in Hannover auf.

Und so kommt es, dass er ostasiatische und europäische Elemente in seinen Kollektionen verbindet und diese sowohl in Hongkong wie in Deutschland produzieren lässt. Die Schnitte basieren oftmals auf klassischen Uniformen und Arbeiterkleidung, die er dekonstruiert und neu interpretiert. Als Akzent kommen dramatische Dekorationen wie Fransentroddeln, Riesenknöpfe oder Hightech-Materialien zum Einsatz.

Für seine Kollektion „Afternoon Stories“, die es im Rahmen des VOGUE Salons vom 21.10. bis 04.11.2017 in unserem Stuttgarter Department-Store zu sehen gibt, liess sich William Fan von den facettenreichen Straßen Chinatowns inspirieren. Resultat: Ein aufwendiges Ineinandergreifen verschiedener Texturen und überraschenden Applikationen.

Coole Ready-to-Wear-Pieces, die unisex und alterslos sind

Hochwertige, feine Materialien

Klare Formensprache trifft auf experimentelle Akzente