Bären im Mond, Breuninger Weihnachten 2018
Polly Becker für Breuninger, 2018
weihnachten

der kleine bär
und das allerschönste weihnachtsgeschenk

Eine herzerwärmende Weihnachtsgeschichte, die sich absolut perfekt zum Vorlesen eignet. Die Geschichte wurde vom Spiele- und Buchautor Kai Haferkamp exklusiv für Breuninger geschrieben und mit liebevollen Illustrationen der US-amerikanischen Künstlerin Polly Becker untermalt.

„Das allerschönste Weihnachtsgeschenk aber ist …“ – Mama klappt das Buch zu und streicht Anna und Niklas, die längst eingeschlafen sind, liebevoll über den Kopf. Dann rückt sie die Kuschelbären in den Armen der Kinder zurecht und steht leise auf.

„Schlaft gut und träumt was Schönes!“, flüstert sie. „Morgen ist endlich Weihnachten!“

Mama hat die Tür gerade geschlossen, da fällt der silberne Mondschein durch das Fenster ins Kinderzimmer – direkt auf die Plüschbären: Der kleine Bär spürt es zuerst und bewegt vorsichtig seine Tatzen. Im selben Moment erwacht auch der große Bär zum Leben.

„Schade, dass Mama die Geschichte nicht zu Ende gelesen hat“, brummt er. „Was ist denn nun das allerschönste Geschenk?“ Der kleine Bär überlegt. „Ein Stern“, sagt er schließlich, „ein funkelnder Stern!“ „Darüber würden sich Anna und Niklas sicher riesig freuen“, seufzt der große Bär. „Dann holen wir für sie einen Stern vom Himmel!“, ruft der Kleine. „Nein, am besten alle!“

Aber wie sollen sie bloß dort hinaufkommen?

Zum Glück hat der Mond auch Mia Maus, Eichhörnchen Max und das Igelchen geweckt. Denn Mia hat eine gute Idee: In den Himmel kommen sie mit Niklas’ alter Spielzeug-Rakete, die im Mondlicht geheimnisvoll schimmert.

Die haben die Kinder heute vor einen voll beladenen Spielzeugschlitten gespannt. Sogar einen kleinen Tannenbaum hat Anna geschmückt – mit bunter Bastelfolie, silbernen Perlen und glitzernden Ketten.

„Ob die Rakete den weiten Weg noch schafft?“, fragt der große Bär. „Wenn wir an sie glauben, wird sie uns sicher zu den Sternen bringen“, nickt Mia. „Dann nichts wie los!“, ruft der kleine Bär und kann es kaum erwarten.

Der große Bär drückt den Startknopf: 5, 4, 3, 2, 1 …

Die Bären fliegen ins Weltall, Breuninger Weihnachten 2018
Polly Becker für Breuninger, 2018

Durch das geöffnete Fenster zischen sie hinaus, über die große Tanne und die benachbarten Hausdächer hinweg, haarscharf an der Kirchturmspitze vorbei, auf der ein verbeulter Wetterhahn sitzt.

Der Wind zerrt an den Ästen des Weihnachtsbaums, die kleine Rakete scheppert und kracht und alle müssen sich gut festhalten. Die Freunde steigen höher und höher und unter ihnen wird die Erde immer kleiner. Aber dann ist plötzlich alles vorbei: kein Zittern, kein Rappeln, kein Wackeln mehr. Sie sind im Weltall! Friedlich schimmern die Sterne und der Mond schaut still auf die leuchtende Erde hinab.

Doch den Anblick können die Freunde nicht lange genießen, denn ihnen bleibt nicht viel Zeit: Geschickt steuern sie die Rakete durch den Himmel und fangen die Sterne ein. Einer nach dem anderen wandert in die mitgebrachten Geschenkkartons.

Es ist der Mond, der auf einmal eine Augenbraue in die Höhe zieht.

Denn während die Sternenpäckchen im Schlitten landen, wird es im Himmel dunkler und dunkler. Selbst die Sonne runzelt die Stirn. Dann blinzelt sie … und schließt die Augen.

Rabenschwarz ist die Nacht plötzlich um sie herum. „Ich glaube, wir haben alle Sterne gefangen“, wispert Mia. Sie hat ein bisschen Angst im Dunkeln, aber der kleine Bär ist guter Dinge. „Lasst uns nach Hause fliegen – Anna und Niklas werden sich riesig freuen!“, ruft er.

Auch der große Bär ist voller Vorfreude. Er drückt einen Knopf und die Rakete nimmt wieder Fahrt auf. „Achtung!“, schreit das Igelchen, das in der Dunkelheit noch am besten sehen kann.

Aber es ist zu spät! RUMMMS!

Die Rakete schlingert und dreht Loopings und die Päckchen mit den Sternen fliegen im hohen Bogen aus dem Schlitten. „Was war denn das?“, ruft Max. „Wir sind mit einem Asteroiden zusammengestoßen“, sagt das Igelchen. „So ein Glück, dass nicht mehr passiert ist …“, seufzt der große Bär. „Seht mal“, flüstert Mia. „Da!“ Ein paar der Päckchen sind beim Sturz aus dem Schlitten aufgerissen. Zart glühender Sternenglanz dringt zu ihnen heraus.

Weihnachtsgeschenke, Breuninger Weihnachten 2018

Ihm wird ganz warm ums Herz und dem großen Bären geht es genauso.

„Ob es wirklich eine so gute Idee war, die Sterne einzufangen?“, fragt Max leise. „Ich glaube, wir müssen sie wieder freilassen“, sagt das Igelchen. „Erst dann wird es im Himmel wieder hell“, sagt Mia. „Aber was schenken wir denn dann Anna und Niklas?“, ruft der kleine Bär. Das wissen seine Freunde leider auch nicht. Schließlich nimmt Mia seine Pfote.

„Das schönste Geschenk, vielleicht seid das ja ihr?“, sagt sie. „Ihr tröstet Anna und Niklas, wenn sie traurig sind, ihr macht ihnen Mut, wenn sie ängstlich sind, und ihr lacht mit ihnen, wenn sie fröhlich sind. Wo Anna und Niklas sind, da seid auch ihr. Ihr seid ihre besten Freunde. Nichts ist kostbarer – nicht einmal ein Stern.“

Der kleine Bär schluckt. Ist das schönste Geschenk wirklich, dass sie für Anna und Niklas da sind und sie genauso lieb haben wie Anna und Niklas sie?

Plötzlich haben sie es sehr eilig, nach Hause zu kommen. Gemeinsam packen die Abenteurer alle Sterne wieder aus und mit jedem, den sie in den Himmel entlassen, wird es heller. Unten auf der Erde dämmert bereits der Weihnachtsmorgen.

Wenn sie rechtzeitig zurück sein wollen, müssen sie sich jetzt beeilen! Damit die Sternchen auch Weihnachten feiern können, beschließen die Freunde, ihnen den Tannenbaum zu schenken und den Weltraum mit Annas Kugeln und Ketten zu schmücken. Doch mit einem Mal klettern die Sternchen auf die Tannenäste, übereinander und untereinander, bis …

Eichhörnchen im Weltraum, Breuninger Weihnachten 2018
Polly Becker für Breuninger, 2018

Ein Weihnachtsbaum mit echten Sternen!

Bären schmücken Weihnachtsbaum, Breuninger Weihnachten 2018
Polly Becker für Breuninger, 2018

„Ein Weihnachtsbaum mit echten Sternen!“, freut sich der große Bär. „Von hier oben leuchtet er für alle Menschen und Tiere auf der Erde!“, ruft das Igelchen. Und ganz besonders für Anna und Niklas, denkt der kleine Bär glücklich und setzt den größten Stern auf die Spitze des Baumes.

Jetzt aber schnell! Der große Bär zündet die Rakete und stößt beim Wenden an den Weihnachtsbaum. Nur ganz leicht, aber es reicht, damit ein klitzekleiner Stern unbemerkt herunterfällt …

Kurz bevor der erste Sonnenstrahl seinen Weg ins Kinderzimmer findet, sind die Raumfahrer zurück. Mit Schwung rauschen sie durchs Fenster, purzeln wild durcheinander und landen weit verstreut auf dem Boden. Die Bären schaffen es gerade noch, sich in die Arme von Anna und Niklas zu kuscheln, schon gähnt eines der Kinder und das andere streckt und reckt sich.

„Ich hatte heute Nacht einen schönen Traum“, sagt Niklas. „Unsere Bären wollten für uns die Sterne vom Himmel holen und …“ „… sind ins Weltall geflogen!“, ruft Anna. „Und Mia, Max und das Igelchen waren auch dabei!“

Die Kinder schauen sich an: War das etwa gar kein Traum? Im selben Moment sehen sie im Fell des kleinen Bären etwas funkeln: das klitzekleine Sternchen! Überglücklich drücken Anna und Niklas ihre Kuscheltiere an sich. Und da wissen der kleine und der große Bär, dass Mia recht hatte: Das allerschönste Weihnachtsgeschenk ist, dass wir einander lieb haben.

Die Geschichte gibt es ab sofort in limitierter Stückzahl auch als entzückendes Kinderbuch (7,99 Euro) und als Puzzle (9,99 Euro) in unseren 11 Häusern und online zu kaufen.