Niacinamid − so wirkt das Beauty-Vitamin auf die Haut
Was ist Niacinamid?
Niacinamid, auch bekannt als Vitamin B3, gehört zur Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine. Es kommt natürlich in unserem Körper vor und unterstützt ihn vor allem bei wichtigen Stoffwechselvorgängen. Darüber hinaus besitzt es vielseitige hautpflegende Eigenschaften.
Da die Menge der vom Körper selbst hergestellten Menge an Niacinamiden jedoch nicht ausreicht, muss das B3-Vitamin ergänzend durch die Ernährung aufgenommen werden. Besonders reichhaltig an diesem Vitamin sind zum Beispiel Makrelen, Innereien, Mungobohnen und Erdnüsse. Niacinamide, die den Inhaltsstoff in vielen Kosmetika bilden, werden dabei zumeist synthetisch erzeugt.
Niacinamid ist ein echtes Power-Vitamin für die Haut. Bei regelmäßiger Anwendung trägt es dazu bei, den Hautton zu verbessern und die Hautbarriere zu stärken. Zudem werden Hautprobleme wie Hyperpigmentierung, Trockenheit, Aknenarben und grosse Poren verringert.
Niacinamid: 5 Vorteile für die tägliche Anwendung
Morgens und/oder abends angewendet, unterstützt Niacinamid die Hautregeneration und verfeinert das Hautbild sichtbar. In der Gesichtspflegeroutine wird Niacinamid in der Regel nach der Reinigung und einem Toner als Serum oder Feuchtigkeitscreme aufgetragen.
Anti-Aging-Hautpflege: Niacinamid regt die Kollagenproduktion an und verlangsamt so die Bildung von Fältchen.
Regulierung von Feuchtigkeit: Niacinamid spendet Feuchtigkeit und stärkt die Schutzfunktion der Haut.
Verfeinert das Hautbild: Niacinamid reguliert die Talgproduktion und hilft somit die Haut zu mattieren.
Ebenmäßiger Hautton: Niacinamid hemmt die Synthase von Melanin und reduziert dadurch Pickelmale und Pigmentflecken.
Antioxidativer Schutz: Der Wirkstoff Niacinamid stärkt die Hautbarriere und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Haut.
Niacinamid in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen
Besonders effektiv wirken Niacinamide im Verbund mit anderen hochwertigen Inhaltsstoffen wie AHA, Hyaluron, Vitamin C, Retinol (Vitamin A) oder in Peptide-Seren. In der Kombination mit feuchtigkeitsspendenden Produkten sorgt das Vitamin zum Beispiel dafür, dass die Feuchtigkeit besser gespeichert wird und die Haut dadurch praller wirkt.
Niacinamid (Vitamin B3) in der Anwendung – worauf Sie achten sollten!
Wenn Sie ein Kosmetikprodukt mit Vitamin B3 kaufen, sollten Sie auf die Konzentration des Inhaltsstoffs achten. Fangen Sie gerade damit an Niacinamide in Ihre Pflegeroutine zu integrieren, sollten Sie mit einer geringen Konzentration von 1% bis ca. 5% beginnen. Zu hohe Dosierungen können vor allem zu Beginn vorübergehend zu unerwünschten Hautrötungen führen, da Niacinamid die Blutgefäße kurzzeitig weitet.
Nachdem Sie Ihre Haut erfolgreich an den Inhaltsstoff herangeführt haben, können Sie den Anteil an Vitamin B3 auf bis zu 10 % steigern. Wenn Sie sowohl Produkte mit Niacinamiden als auch Kosmetika, wie ein Vitamin-C-Serum, für Ihre Hautpflege verwenden, sollten Sie mit dem Auftragen der beiden Produkte ca. 15 bis 20 Minuten warten. Denn bei zu schneller Anwendung können unter Umständen Rötungen entstehen.
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