Ceramide: Wirkung und Anwendung in der Hautpflege
Was sind Ceramide?
Ceramide sind hauteigene Lipide, also Fette, die einen wichtigen Teil der natürlichen Hautbarriere bilden. Sie sitzen in der obersten Hautschicht und helfen dabei, die Hautzellen zusammenzuhalten. So kann die Haut Feuchtigkeit besser speichern und sich vor äußeren Einflüssen wie Umweltreizen oder Feuchtigkeitsverlust schützen.
In der Hautpflege kommen Ceramide vor allem in Cremes, Seren und Gels zum Einsatz. Sie eignen sich besonders für trockene, empfindliche oder beanspruchte Haut, können aber grundsätzlich jeden Hauttyp unterstützen. Da Ceramide körpereigene Stoffe sind, gelten sie als gut verträglich und lassen sich auch mit anderen Pflegestoffen kombinieren.
Welche Ceramidarten gibt es?
Die oberste Hautschicht bildet die schützende Hautbarriere, die die Hautzellen zusammenhält und enthält rund neun verschiedene Ceramidarten, die sich hinsichtlich ihrer Struktur voneinander unterscheiden. Jede der neun Ceramidarten ist mit einer Buchstabenkombination für die genaue Bezeichnung versehen: Ceramide NH, NP, NS, AP, AH, AS, EOP, EOS und EOH. Besonders häufig ist in der Kosmetik jedoch das Ceramid NP (N-Stearoyl-Phytosphingosine) zu finden.
Ceramide nach dem Duschen auftragen
Ceramide können Sie nicht nur nach Ihrer herkömmlichen Gesichtsreinigung, sondern auch einfach direkt nach dem Duschen auftragen. Da Ihre Poren nach einer warmen Dusche geöffnet sind, kann Ihre Haut die Ceramide optimal aufnehmen und die gewonnene Feuchtigkeit gut speichern.
Wie wirken Ceramide?
Ob in Cremes, Gels oder Seren: Ceramide sind ein wichtiger Bestandteil der Hautbarriere und helfen, die Haut vor äußeren Einflüssen sowie Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Ihre Wirkung lässt sich mit Mörtel zwischen Ziegelsteinen vergleichen: Ceramide halten die Hautzellen zusammen und tragen so zu einer stabilen Hautbarriere bei. Ceramide können jedoch noch mehr:
Trockener Haut vorbeugen: Ceramide stärken die Hautbarriere und helfen dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu speichern. So kann trockenen Stellen und Spannungsgefühlen vorgebeugt werden.
Feine Linien mildern: Eine gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut wirkt glatter und praller. Dadurch können feine Linien weniger sichtbar erscheinen.
Hautbild ebenmäßiger wirken lassen: Ceramide unterstützen eine geschmeidige Hautoberfläche und können raue Stellen reduzieren. Das schafft eine gute Basis für Make-up.
Für welchen Hauttyp sind Ceramide geeignet?
Ceramide eignen sich grundsätzlich für jeden Hauttyp, da sie natürlicher Bestandteil der Hautbarriere sind. Besonders sinnvoll sind sie bei trockener, empfindlicher oder pflegebedürftiger Haut, weil sie die Hautbarriere unterstützen und Feuchtigkeitsverlust reduzieren können.
Reife Haut
Reife Haut profitiert von Ceramiden, da eine stabile Hautbarriere die Feuchtigkeitsversorgung unterstützt. Dadurch kann die Haut glatter und gepflegter wirken; feine Linien erscheinen bei gut versorgter Haut weniger sichtbar.
Trockene Haut
Bei trockener Haut ist die Hautbarriere häufig geschwächt, sodass Feuchtigkeit leichter entweicht. Pflege mit Ceramiden kann helfen, trockenen, rauen oder spannenden Hautstellen entgegenzuwirken.
Empfindliche, ölige Haut oder Mischhaut
Auch empfindliche Haut, Mischhaut oder ölige Haut können Ceramide gut verwenden. Leichte Formulierungen spenden Feuchtigkeit, ohne die Haut unnötig zu beschweren, und unterstützen die Hautbarriere gegenüber äußeren Reizen.
Wie beugen Sie Ceramid-Mangel vor?
Ceramide stärken die Hautbarriere und helfen, Feuchtigkeit zu speichern. Äußere Einflüsse wie Kälte, Hitze oder UV-Strahlung, aber auch Alterungsprozesse oder zu aggressive Pflege können den Ceramid-Haushalt schwächen. Das merken Sie oft an trockener, rauer oder irritierter Haut. Milde, pH-neutrale Pflege sowie Seren oder Cremes mit Ceramiden unterstützen die Hautbarriere und können Feuchtigkeitsverlust vorbeugen.
FAQ zum Thema Ceramide
Welche Creme enthält Ceramide?
Ob eine Creme Ceramide enthält, erkennen Sie an der INCI-Liste auf der Verpackung. Achten Sie dort auf Inhaltsstoffe mit dem Begriff „Ceramide“, häufig ergänzt durch eine Abkürzung der jeweiligen Ceramidart. Auch Ceramid-Vorstufen wie Phytosphingosin, Linolsäure oder Sphingolipide können enthalten sein und die hauteigene Ceramid-Produktion unterstützen.
Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Ceramiden?
Natürliche Ceramide werden meist aus Pflanzen gewonnen, synthetische Ceramide im Labor hergestellt. In der Hautpflege kommen häufig synthetische Ceramide zum Einsatz, da sie hautähnlich aufgebaut sind und die Hautbarriere gezielt unterstützen können. Beide Varianten können helfen, Feuchtigkeit zu speichern und trockene Haut zu pflegen.
Mit welchen Pflegestoffen lassen sich Ceramide kombinieren?
Ceramide sind gut verträglich und lassen sich mit vielen Wirkstoffen kombinieren. Besonders sinnvoll ist die Verbindung mit hautbarrierestärkenden Inhaltsstoffen wie Cholesterol, Phospholipiden, Niacinamid oder Antioxidantien. Auch in Kombination mit Retinol können Ceramide die Pflege ergänzen und die Hautbarriere unterstützen.
Sind Ceramide auch für die Haarpflege geeignet?
Ja, Ceramide können auch in der Haarpflege eingesetzt werden. In Shampoos, Masken oder Kuren helfen sie, die Haarstruktur zu stärken und trockenem, stumpfem oder brüchigem Haar entgegenzuwirken. Gleichzeitig können sie die Kopfhaut mit Feuchtigkeit versorgen.
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