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Katharina Starlay: „Meine Aufgabe ist es, Charakter sichtbar zu machen.“

Wie kleide ich mich geschickt ein? Wie bringe ich meine Vorzüge besonders gut zur Geltung? Stilexpertin und Imageberaterin Katharina Starlay verrät, wie man Eyecatcher statt Problemzonen lanciert und gibt praktische Tipps zur Businessmode-Auswahl.

Breite Hüften, großer Busen, kräftige Waden – fast jede Frau findet etwas an sich, das ihr nicht gefällt. Und so wird die Auswahl der Kleidung jeden Tag aufs Neue zur Herausforderung – insbesondere die Wahl der Businessmode. Was vielen Frauen allerdings nicht bewusst ist: auf das Gesamtbild kommt es an. Ein attraktives Aussehen wird vor allem mit ausgewogenen Proportionen erzielt. Mit den richtigen Stoffen, Schnitten, Mustern, Farben und Accessoires lassen sich proportionale Verschiebungen leicht ausgleichen und so ein harmonisches Gesamtbild erreichen.

Auch Modeexpertin und Buchautorin Katharina Starlay ist der Umgang mit den sogenannten „Problemzonen“ sehr vertraut. Mit ihrem E-Book „Stilwissen to go“ gibt sie Frauen ein praktisches Nachschlagewerk zur Hand, das zeigt, wie wichtig die Themen Aussehen, Auftreten und Benehmen für das Tagesgeschäft sind und wie man im Berufsalltag mit der richtigen Businessmode punkten kann. Weitere Tipps für einen sicheren Umgang mit Stil und eine verantwortungsbewusste Kleiderauswahl bieten Ihre Bücher „Stilgeheimnisse“ und „Clever konsumieren“.

Welche „Problemzonen“ Frau Starlay besonders häufig begegnen und wie man diese geschickt in attraktive Blickfänge verwandelt, verrät sie in unserem Interview.

"Das A und O für eine schicke und stilvolle Erscheinung ist die richtige Passform, gerade bei den eher klassischen Business Basics."

Liebe Frau Starlay, bitte stellen Sie sich und Ihre Tätigkeit als Stilexpertin kurz vor.

Seit Jahren engagiere ich mich für Frauen im Geschäftsleben. Ich berate Firmen für deren Image und Wirkung und stelle immer wieder fest, dass Frauen tragende Rollen im Unternehmen spielen und die Kommunikation im Inneren und Äußeren prägen – das aber nur wenig wahrgenommen wird. Meine Aufgabe ist es, Charakter sichtbar zu machen und Wertschätzung zu erreichen. Für beide - für Unternehmen und für Menschen.

Im Daily Business gebe ich Seminare für Aussehen, Auftreten und Benehmen in der Geschäftswelt, halte Vorträge und begleite Teams und Chefs mit Stilcoaching und meiner Erfahrung aus fast 30 Jahren Stilberatung – jeweils bezogen auf die gewünschte Ausstrahlung der Marke. Auch ein Mensch ist übrigens eine Marke. Für Frauen biete ich auch zuhause Stilcoaching/ Karrierecoaching und Garderobenplanung an.

Als Modedesignerin kleide ich aber auch ein – vom Maßanzug bis zum Flächenauftritt bei öffentlichen Veranstaltungen und Messeauftritten. Denn ich habe die Stoffhersteller- und Produzentenkontakte und begleite die Umsetzung mit fachlichem Know-how – auch für große Corporate Fashion-Projekte.

Frau Starlay, was raten Sie Frauen, die keine 90-60-90 Maße haben, im Allgemeinen in puncto Styling?

Das A und O für eine schicke und stilvolle Erscheinung ist die richtige Passform, gerade bei den eher klassischen Business Basics. Viele Frauen, die viel zu sagen haben, verderben sich ihre kompetente Wirkung durch zu lange Ärmel (welche kleiner und „verloren“ wirken lassen), ungünstige Rocklängen (die fürs Bein nicht gut sind) sowie zu kleine oder zu große Kleidung. Das liegt auch daran, dass der Größenausfall von Marke zu Marke unterschiedlich ist. Dadurch wird die persönliche Anprobe mit einem kritischen Blick auch von hinten unerlässlich!

Die Grundregel ist: Kleidung, die enger getragen wird, lässt voller wirken, Kleidung, die großzügiger ausfällt, schlanker.

Professionell auftreten mit unseren Business Basics:

Jede Frau ist individuell und hat auch ihre individuellen „Problemzönchen“. Welche drei stehen im Fokus?

Ein immer wiederkehrendes Thema ist die schöne Gesamtproportion. Viele wissen heute nicht mehr, wie welche Längen- und Breitenverhältnisse ausgeglichen werden. Typische Frauenthemen sind aber diese Zonen, in denen die Weiblichkeit sichtbar und spürbar wird und für die es zu wenig „Rezepte“ gibt, wie sie im Geschäftsalltag inszeniert werden können. Wie viel Weiblichkeit darf eigentlich sein?

Diese Körperpartien sind Blickfänge:

  1. Hals und Dekolleté – insbesondere für Porträtfotos wichtig
  2. Die Oberweite – nimmt im Sitzen einen großen Teil im Sichtfeld des Gegenübers ein
  3. Die Hüftpartie – Eyecatcher in der Bewegung, bei Vorträgen und bei Empfang/ Begrüßung im Stehen

Welche Empfehlungen und Styling-Tipps Frau Starlay für die jeweiligen Körperpartien bereithält, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

Frau lehnt, mit einem iPad in der Hand, lächelnd an einer weißen Wand Frau lehnt, mit einem iPad in der Hand, lächelnd an einer weißen Wand Frau lehnt, mit einem iPad in der Hand, lächelnd an einer weißen Wand

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Blickfang 1: Hals und Dekolleté

Ein schöner Dekolleté- und Halsbereich ist insbesondere bei Porträtaufnahmen sehr wichtig. Stylingexpertin Katharina Starlay erklärt, warum Frauen im Businessalltag mehr Hals zeigen sollten.

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Frau steht am Meetingtisch gehobenen Händen und lächelt Frau steht am Meetingtisch gehobenen Händen und lächelt Frau steht am Meetingtisch gehobenen Händen und lächelt

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Blickfang 2: Die Oberweite

Auch die Oberweite wird von vielen Frauen als „Problemzone“ wahrgenommen. Doch auch hier gilt: mit den richtigen Styling-Tipps lässt sich eine perfekte Balance zwischen weiblichen Charme und professioneller Durchsetzungskraft herstellen.

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Frau steht im Büro und lächelt in die Kamera Frau steht im Büro und lächelt in die Kamera Frau steht im Büro und lächelt in die Kamera

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Blickfang 3: Die Hüftpartie

Neben der Halspartie und Oberweite ist es der Hüftumfang, der viele Frauen bei der täglichen Kleiderauswahl vor eine Herausforderung stellt. Sollte ich lieber einen Rock tragen oder Hosen?

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