Modebegeisterung von Traditionswegen: Warum Mode in Italien Kulturgut ist
Mode nimmt in Italien seit Jahrhunderten einen hohen Stellenwert ein. Als wichtiges Exportgut waren und sind Textilien aus Italien noch immer Sinnbild für Exklusivität und Qualität. Das italienische Schneiderhandwerk hat sich ebenso wie die Produktion hochwertigster Gewebe, Lederwaren und Schuhe weltweit einen Namen gemacht und Modezentren wie Florenz, Mailand oder Rom sind nach wie vor international stilprägend. Mode made in Italy steht für Exklusivität und Luxus, für Traditionsbewusstsein und handwerkliches Können, das sich über Jahrhunderte etabliert und verfeinert hat.
Seit Jahrhunderten modisch die Nase vorn
Die Wurzeln der italienischen Begeisterung für Mode reichen zurück bis ins Florenz des 14. Jahrhunderts. Die Elite des Landes war zur Zeit der Renaissance Trendsetter in Sachen Mode. Wohlhabende Florentiner galten als modebesessen und verwendeten große Summen ihres Vermögens auf maßgeschneiderte Kleidung und exklusive Accessoires. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm der Export von Textilgütern aus Italien erneut Fahrt auf und erlangte erstmals internationales Niveau.
Bevor Mailand das modische Zentrum Italiens wurde, präsentierten die Modehäuser des Landes ihre Entwürfe hauptsächlich in Florenz, der einstigen Modehauptstadt.