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Französische Mode

Dieser Stil verkörpert den French Chic perfekt

Barett, Ringelshirt und roter Lippenstift: Das stereotype Sinnbild des französischen Styles ist so bezeichnend wie eindimensional, denn französischer Stil ist viel mehr. Vor allem ist er: Auf elegante Weise lässig, auf unkomplizierte Weise individuell. In Puncto Mode hat unser Nachbarland Frankreich europa-, ja weltweit die Nase vorn: Bekleidung besitzt – vor allem in ihrer schönen und eleganten Hauptstadt Paris – einen hohen kulturellen, aber auch wirtschaftlichen Stellenwert. Französische Mode ist „Exportschlager“ – und das bereits seit Jahrhunderten.

Das sind die 5 wichtigsten Stilregeln der Französinnen

Französische Mode ist mehr als Bekleidung. Sie ist ein Stück Kultur, Luxusgut und Alltagsbegleiter, Impulsgeber und künstlerische Ausdrucksform. „Fashion in France“ ist Lebensart zum Anziehen.

Frau trägt eine Tweed-Jacke zur Stoffhose

Stilregel 1

Lässig trifft elegant

Das Besondere am French Look? Das perfekte Zusammenspiel von Alltagstauglichkeit und Extravaganz. Französische Mode zeichnet sich zum einen durch klassische Eleganz, zum anderen durch Lässigkeit und Unbeschwertheit aus. Das Ergebnis: Modische Nonchalance, die beiläufig-elegant, aber nie angestrengt wirkt.

Frau trägt eine schmale, schwarze Hose

Stilregel 2

Alltagstaugliche Nonchalance

Französinnen lieben das Spezielle, ohne sich damit in den Vordergrund rücken zu wollen. Schlichte, hochwertige Basics werden mit einzelnen, ausgesuchten Hinguckern kombiniert. Eine rockig angehauchte All-black-Kombi aus schmaler Zigarettenhose, leicht transparenter Bluse, unter der ein zartes Lingerietop hervorblitzt, rundet ein perfekt sitzender Blazer ab.

Frau trägt schwarzes Kleid zu hellblauen Strumpfhosen und Schuhen

Stilregel 3

Gekonnt Stil-Brüche erzeugen

Geschätzt wird ein klassischer, alltagstauglicher Look, der von der Qualität und Passform seiner einzelnen Komponenten lebt und sich mit wenigen Handgriffen zum Wow-Outfit upgraden lässt. Beispielhaft zu nennen wäre hier etwa eine feminine Rock- oder Kleid-Kombi aus zartem Material mit langem Strickcardigan, der durch extravagante Heels und einen taillenbetonenden Gürtel alles andere als mädchenhaft-brav wirkt.

Frau trägt einen dunkelroten Hosen-Anzug

Stilregel 4

Mit Geschlechter-Rollen spielen

Auch zurückgenommene, ja fast androgyne Styles sind très française. So wird aus einem Hosenanzug in Begleitung von extravaganten Heels und kirschroten Lippen ein raffinierter Ausgeh-Look, der die Grenzen zwischen feminin und maskulin verwischt.

Frau trägt Spitzen-Oberteil und Flared-Leg-Jeans

Stilregel 5

Frau sein, ohne zu übertreiben

Unaufgeregte Weiblichkeit ist der zentrale Aspekt des französischen Styles! Wer zu hochwertigen, zeitlosen Basics greift, kann morgens auch mal auf das Make-up verzichten und wirkt trotzdem nie nachlässig gekleidet. Diese charmante „Laissez-Faire“-Attitüde ist natürlich, nahbar und reizvoll zugleich – einfach „typisch französisch“!

Von diesen Essentials lebt der französische Look

Französinnen lassen sich von modischen Strömungen inspirieren, sind ihnen aber nie verfallen. Das erklärt, warum der typisch französische Stil so wunderbar zeitlos ist und nahezu unabhängig von der jeweiligen Gelegenheit einen guten Eindruck hinterlässt. Hier kommen die Style-Geheimnisse der Französinnen:

  • Investition in qualitativ hochwertige Basics, modische Klassiker und Vintage-Stücke.

  • Akzente setzen mit raffinierten Accessoires, besonderen Schuhen und Taschen.

  • gekonnte Stil-Brüche setzen und bewusst mit Gender-Merkmalen spielen.

  • schöne Wäsche tragen – es gibt kaum einen besseren Booster für Selbstbewusstsein und Ausstrahlung.

  • Vintage-Teile mit modernen Stücken mixen.

  • Sportmode ist Sportmode – und bleibt es auch.

  • Weniger ist mehr in Sachen Make-up – Französinnen nehmen ihre Hautpflege sehr ernst und mögen es natürlich.

  • Nicht zu viele Farben, Muster und Strukturen miteinander mischen – keep it simple!

Diese Labels sind très francais

Der Inbegriff von französischem Stil – Top-Brands, an denen kein Weg vorbei führt:

Logo Chloe

Was haben Karl Lagerfeld, Stella McCartney, Phoebe Philo und Claire Waight Keller gemeinsam? Sie alle waren Chefdesigner:innen bei Chloé. Filigrane Spitze, Seventies-Silhoutten und ein Hauch Transparenz: Das Label mixt gekonnt feminine und maskuline Attribute und kreiert damit einen jungen, unkonventionellen und tragbaren Look.

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Logo Isabel Marent

Kaum ein Label prägt den Look moderner Französinnen so sehr wie Isabel Marant. Die Designerin, die umringt von strenger Eleganz in Paris aufwuchs, „rebelliert“ gegen steife Silhouetten mit lässigen Boho-Elementen und entspannten Casual Looks wie Jeans und Sweatshirt zur Jacke im Army-Stil oder einem weit geschnittenen Wollmantel. Keypiece: Wildlederstiefeletten!

Isabel Marent entdecken
Logo Givenchy

Mit seiner ersten Kollektion im Jahr 1952 verfolgte Hubert de Givenchy die Vision, klassische Schnitte neu zu interpretieren und prägte damit die Modewelt. Im Gegensatz zu engen Silhouetten, zeigte er Zweiteiler wie elegante Blusen und leichte Röcken, die miteinander kombiniert werden konnten. Seit September 2024 ist Sarah Burton Chefdesignerin für Givenchy.

Givenchy entdecken
Logo Balmain

Als eines der etabliertesten französischen Luxus-Labels erlebt Balmain unter der Leitung von Creative Director Olivier Rousteing ein Remake, das extravagante Silhouetten mit hochwertigen Materialien, Opulenz und Understatement zusammenbringt. Heute wie damals unverzichtbares Stilmittel: Knöpfe!

Balmain entdecken
Wissen

Haute Couture vs. Prêt-a-porter

Der Ausdruck Haute Couture – gehobene Schneiderkunst – etablierte sich in den 1860er Jahren und ist bis heute Synonym für außergewöhnliche Modekreationen. Erst in den 1960er Jahren entstand mit der Prêt-à-porter-Mode das alltagstaugliche, tragbare Pendant zur Haute Couture als modische Antwort auf Pop-Kultur und dem Siegeszug der Massenmedien.

Die Modezentren Frankreichs

Paris war und ist das Zentrum der Mode in Frankreich und hält auch den Titel als „Modehauptstadt der Welt“ souverän. Chanel, Louis Vuitton, Givenchy, Pierre Cardin, Yves Saint Laurent, Dior, Jean Paul Gautier, Hermès, Lanvin, Chloé, Rochas und Celine sind nur einige der „großen Namen“, die in Paris ihren Sitz haben.

Doch nicht nur Paris, auch andere Städte in Frankreich prägen die französische Mode, unter anderem durch mehrere Jahrhunderte Textilgeschichte als Produktions- oder Exportstandort. So sind etwa Lyon, Marseille, Bordeaux, Toulouse, Lille und Strasbourg wichtige Modezentren, die Paris in Sachen Shoppingvielfalt in nichts nachstehen: Edel-Kaufhäuser, Luxuslabels, aber auch Jungdesigner, Pop-up-Stores oder Secondhandboutiquen finden sich hier in großer Zahl. Und auch die französische Riviera mit den Glamour-Hotspots Nizza, Cannes oder St. Tropez prägen das Verständnis von Stil und Klasse, nicht zuletzt durch die dort vertretene, zahlungskräftige Klientel und mediale Großereignisse wie die Filmfestspiele in Cannes, die weltweit Beachtung finden.

Neben der Modeindustrie spielt auch die französische Kosmetikindustrie eine bedeutende Rolle: Französische Labels wie L‘Oreal, Lancôme, Guerlain, Clarins, Yves Rocher, L‘Occitane oder Vichy werden in aller Welt geschätzt und sind Sinnbild für ein gepflegtes Auftreten, auf das die Französinnen sowohl im Alltag als auch zu besonderen Anlässen sehr viel Wert legen.

Leonie Hanne auf der Paris Fashion Week

Die Paris Fashion Week

Seit 1945 gehört die Pariser Modewoche zweimal im Jahr zu den bedeutendsten modischen Ereignissen weltweit. Die Paris Fashion Week bildet in der Regel den Abschluss der vier Modewochen in New York, London, Mailand und eben Paris. Ende Februar bis Anfang März werden die Kollektionen für die bevorstehende Herbst-/Wintersaison gezeigt; Ende September bzw. Anfang Oktober die Kollektionen für das Frühjahr des Folgejahres.

Key-Pieces für den French Chic

Für einen typisch französischen Look können Sie sich wunderbar an den Farben der Tricolore, der Nationalflagge Frankreichs orientieren. Ein blau-weiß oder rot-weiß geringeltes Shirt oder ein gestreifter Pullover zu dunklen, schmal geschnittenen Jeans, dazu gepflegte Schuhe und farblich darauf abgestimmter Lippenstift – fertig ist ein durch und durch französisches, ebenso feminines wie vielseitiges Outfit!

Wir zeigen Ihnen, welche Key-Pieces für den typisch französischen Look unverzichtbar sind:

Frau trägt schwarzen Blazer zur schwarzen Stoffhose
Schwarze Blazer

Wenn Jacke, dann Blazer! Diesen Sinnspruch scheinen Französinnen nur zu gern zu berücksichtigen und greifen mit Vorliebe zu messerscharf geschnittenen Long-Blazern mit perfekt sitzender Schulter – egal, ob zu Blümchenkleid und Espadrilles, zu Minirock und T-Shirt oder zu Herrenhemd und Bleistiftrock ins Büro.

Blazer entdecken
Frau trägt eine weiße Seidenbluse und eine goldene Hose
Seidenblusen

Sinnlich, aber nie zu sexy. Elegant, aber vielseitig: Eine Allrounder-Bluse aus Seide oder Satin, Spitze oder Chiffon darf in keinem französischen Schrank fehlen. Als feminine Alleskönnerin adelt sie Röcke als auch Hosen und bringt Weiblichkeit in jeden Look von Business bis Boule-Ausflug.

Seidenblusen entdecken
Fraut mit gestreiften Pullover und schwarzem Minirock
Streifenshirts

Bekannt wurde das maritime Streifenshirt, das ursprünglich von bretonischen Fischern getragen wurde, als Liebling von Intellektuellen und Künstlern. Mittlerweile sind gestreifte T-Shirts, Longsleeves oder leichte Pullover der Inbegriff französischer Lässigkeit und passen zu nahezu jedem Anlass. Je schlichter der Schnitt, desto kombinierfreudiger.

Streifenshirts entdecken
Frau mit kurzem schwarzen Kleid
Schwarzes Kleid

Ein schlichtes, feminines schwarzes Kleid: Schon Coco Chanel wusste um die Bedeutsamkeit eines elegant geschnittenen schwarzen Kleids (frz. "petite robe noire"). Business-Meeting, gesellschaftliches Ereignis oder private Einladung: ein schwarzes Kleid lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und unterstreicht wie kaum ein anderes Kleidungsstück die Individualität seiner Trägerin.

Schwarze Kleider entdecken
Frau trägt eine schmale Hose ein der Farbe Schwarz
Schmale Hosen

In Schwarz unschlagbar, in Capri-Länge und mit Vichy-Karo unwiderstehlich: Kaum eine andere Hose ist so sehr „Frankreich für die Beine“ wie die Zigarette! Besondere Details wie Schlitze am Saumende machen den Unterschied. Eine schmale Hose in Kombination mit High Heels, Loafers oder Sandalen sorgen für einen stimmigen Look à la parisienne.

Schmale Hosen entdecken
Frau trägt schwarze Stiefeletten zu einem Kleid
Stiefeletten

Rockig, ohne ordinär zu sein, elegant, aber bequem, robust, aber feminin: Stiefeletten – vorzugsweise in Schwarz – bilden die Basis für eine Vielzahl „französisch angehauchter“ Looks. In ihnen können Sie mit dem Tempo des Alltags Schritt halten, Nächte durchtanzen – und am Morgen danach im Büro einen seriösen Eindruck hinterlassen.

Stiefeletten entdecken
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