Warenkorb
Bitte wählen Sie eine Kategorie aus.
Fashion, Beauty & Lifestyle

Bitte wählen Sie eine Kategorie

Was tun bei fettiger Kopfhaut?

Fettige Kopfhaut gehört neben Schuppen zu den am weitesten verbreiteten Haarproblemen. Meist ist ein schnelles Nachfetten des Haaransatzes genetisch bedingt oder wird von hormonellen Schwankungen beeinflusst, es kann jedoch auch die Folge von zu häufigem Haarewaschen oder der Anwendung ungeeigneter Haarpflegeprodukte sein. Wir erklären, welche Ursachen es für fettige Kopfhaut gibt und wie man sie behandeln kann. Zum Beauty Shop

Direkt zu ...

Symptome für fettige Kopfhaut

Unser Haar braucht das ölige Sekret, das in den Talgdrüsen der Kopfhaut gebildet wird, um geschmeidig und glänzend auszusehen. Bei der sogenannten Seborrhoe, einer übersteigerten Aktivität der Talgdrüsen, kommt es jedoch zu einem Überschuss von Sebum (Talg). Fettige Kopfhaut führt dazu, dass das Haar schnell strähnig und ungepflegt aussieht und an Spannkraft und Fülle verliert, da einzelne Haare durch den Talg miteinander verkleben. Je nach Ausprägung der Seborrhoe dauert es ein bis drei Tage, bis das Haar fettig wirkt.

Daran erkennen Sie fettige Kopfhaut

  • strähniger, nach der Haarwäsche schnell nachfettender Haaransatz
  • kraftlos wirkendes Haar ohne Fülle, das sich fettig anfühlt und zu Strähnen verklebt
  • eventuelle Begleiterscheinungen: Jucken, Brennen oder vermehrte Schuppenbildung auf der Kopfhaut
  • in schweren Fällen auch Haarausfall durch ein Ersticken der Haarwurzeln an überschüssigem Talg

Es gibt unterschiedliche Gründe für fettige Kopfhaut: Neben einer genetischen Veranlagung spielen vor allem hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder durch Stress eine Rolle. Auch eine ungesunde Ernährung, bestimmte Medikamente oder eine übermäßige oder unsachgemäße Haarpflege können die Talgproduktion der Kopfhaut erhöhen.

Pflege – Das hilft gegen fettige Kopfhaut

Entgegen der Annahme, mechanische Reizung führe zu einer noch stärkeren Sebumproduktion, tut eine Kopfmassage während der Haarwäsche bei fettiger Kopfhaut nicht nur gut, sie sorgt auch dafür, dass sich die Talgdrüsen entleeren und ihr öliges Sekret mit dem Schaum des Shampoos abgespült werden kann.

Häufiger als zwei- bis dreimal pro Woche sollte fettiges Haar nach Möglichkeit nicht gewaschen werden, da Kopfhaut und Haaren sonst zu viel Fett entzogen und die Produktion von Talg nur noch stärker angekurbelt wird. Auch Reizungen der Kopfhaut mit Rötungen und Jucken können von zu häufigem Waschen begünstigt werden.

Dos & Don‘ts bei fettiger Kopfhaut

Dos
  • Die Haare nur mit lauwarmem Wasser waschen und nicht zu heiß föhnen, da beides die Talgproduktion anregt.
  • Ein mildes Shampoo ohne Silikone verwenden, das zum Beispiel naturwirksame Auszüge aus Kräutern oder Heilpflanzen enthält. Sanft in die Kopfhaut einmassieren und vor dem Ausspülen etwa drei Minuten einwirken lassen.
  • Zwischen zwei Haarwäschen auf Trockenshampoo zurückgreifen, das überschüssigen Talg aufsaugt und dem Haar Frische und Volumen schenkt, ohne die Kopfhaut zu reizen oder die Talgproduktion unnötig zu stimulieren.
  • Für eine besonders gründliche Kopfhaut-Reinigung einmal pro Woche ein mildes Shampoo ins trockene Haar geben, sanft in die Kopfhaut einmassieren und ausspülen.
  • Einen Kamm anstelle einer Haarbürste verwenden, da diese den Talg stärker im Haar verteilt und es schneller strähnig aussehen lässt.
  • Regelmäßige Kopfmassagen – durch sanft kreisende Bewegungen werden die Talgdrüsen angeregt und leeren sich, sodass das Haar nach dem anschließenden Waschen weniger schnell nachfettet.


Don'ts
  • Pflegeprodukte mit rückfettenden Substanzen – die darin enthaltenen Öle, Silikone und Proteine beschweren das Haar zusätzlich und lassen es noch strähniger wirken.
  • Zu heißes Föhnen – die Haare an der Luft trocknen zu lassen, bedeutet weniger Stress für Kopfhaut und Haar. Wenn geföhnt wird, dann am besten nur kalt und von den Spitzen in Richtung Ansatz, um den Talg der Kopfhaut nicht in den Längen zu verteilen.
  • Zu häufiges Stylen der Haare mit Lockenstab, Glätteisen oder zu vielen Styling-Produkten wie Haarspray, Schaumfestiger oder Styling-Creme – sie können fettige Kopfhaut reizen und ihren ohnehin gestörten pH-Wert beeinflussen.
  • Längeres Tragen von Mützen oder Hüten – gelangt kein Sauerstoff mehr an die Kopfhaut, kann sie mit einer übermäßigen Talgproduktion „rebellieren“.
  • Häufiges Färben und Tönen der Haare – auf die färbenden Inhaltsstoffe kann die Kopfhaut gereizt reagieren.

Dr. Jetske Ultee, Forschungsärztin in der kosmetischen Dermatologie, über die Wechselwirkung zwischen zu häufigem Haarewaschen und fettiger Kopfhaut:

„Im Allgemeinen rate ich dazu, die Haare nur dann zu waschen, wenn sie strähnig aussehen oder schmutzig sind. Wenn die Kopfhaut nicht allzu schnell fettig wird und man einen hygienischen Lebensstil hat, ist tägliches Haarewaschen nicht notwendig. Wer nicht ohne auskommt, dem empfehle ich, ein Shampoo speziell für trockenes Haar zu verwenden, das weniger Tenside und waschaktive Substanzen enthält. Auch in Shampoos für jeden Tag stecken weniger aggressive Reinigungsstoffe.

Nur sehr fettiges oder verschmutztes Haar verlangt ein Shampoo mit einer stärkeren Reinigungswirkung, wie sie etwa die Inhaltsstoffe Lauryl sulfate oder Sulfosuccinate mitbringen. Ich rate dazu, Shampoos, in denen diese Reiniger enthalten sind, nur ein- oder zweimal pro Woche zu verwenden und sonst auf ein milderes Produkt zurückzugreifen, da das Haar sonst stumpf werden kann oder Schuppen entstehen können.“

DIY: Hausmittel bei fettiger Kopfhaut

Nicht nur mit speziellen Produkten und einer aufs Wesentliche beschränkten Haarpflegeroutine, sondern auch mit einfachen Hausmitteln kann schnell fettende Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
  • Apfelessig hilft, den pH-Wert der Kopfhaut wiederherzustellen, die Sebumproduktion zu regulieren und Talgablagerungen auf dem Haar zu entfernen, ohne seine Struktur anzugreifen. Eine Haarspülung aus 2 bis 3 EL Apfelessig und einer Tasse Wasser glättet zudem die Haaroberfläche und sorgt für Glanz und Fülle. Sanft einmassieren, ein paar Minuten einwirken lassen und mit kaltem Wasser ausspülen. Der Essiggeruch verfliegt beim Trocknen.
  • Die in schwarzem Tee enthaltene Gerbsäure bewirkt ein Zusammenziehen der Poren, wodurch die Talgdrüsen weniger Fett absondern. Einen starken Schwarztee abgekühlt als Haarspülung verwenden, fünf Minuten einwirken lassen und das Haar anschließend mit einem milden Shampoo waschen.
  • Zitronensaft hilft, die Ölsekretion der Talgdrüsen zu reduzieren und den pH-Wert der Kopfhaut auszugleichen. Den frischen Saft von zwei Zitronen mit zwei Tassen Wasser vermischen, nach Wunsch noch 3 TL Honig dazugeben. Die Mischung auf der Kopfhaut verteilen, leicht einmassieren, fünf Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser ausspülen.
  • Heilerde: absorbiert Talg und Giftstoffe und remineralisiert die aus dem Gleichgewicht geratene Kopfhaut: 3 EL Heilerde mit Wasser zu einer dicken Paste vermischen, diese auf die Kopfhaut auftragen und idealerweise 15 bis 20 Minuten einwirken lassen (eventuell ein Handtuch um den Kopf wickeln). Anschließend mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Fettige Kopfhaut: Das tut mir gut

Gut geeignet zur Pflege fettiger Kopfhaut sind Shampoos mit Kräuterauszügen, die eine gesteigerte Fettproduktion der Talgdrüsen kompensieren und beruhigend wirken. Dazu zählen u. a. Rosmarin, Kamille, Brennnessel und Huflattich. Auch natürliche Extrakte aus Lavendel oder Salbei helfen, die Kopfhaut ins Gleichgewicht zu bringen.

Aloe Vera

  • hilft, eine übersteigerte Talgproduktion auszugleichen.
  • entgiftet die Kopfhaut und spendet Feuchtigkeit.
  • enthält Enzyme, die das Haar an der Wurzel nähren.
  • wirkt gegen Juckreiz, Ekzeme und Schuppen.
  • macht das Haar geschmeidig, glatt und glänzend.
Mehr über Hyaluron | Haarpflege mit Aloe Vera

Lavendel

  • erfrischt und beruhigt gereizte Kopfhaut.
  • hat eine zellerneuernde Wirkung und hilft, die Sebumproduktion zu regulieren.
  • die ätherischen Öle des Lavendels können über die Kopfhaut sehr gut aufgenommen werden.
  • wirkt antiseptisch, antimikrobiell und antimykotisch.
  • kann auch bei juckender, schuppiger Kopfhaut oder leichten Entzündungen Linderung bringen.
Mehr über Lavendel | Beauty-Produkte mit Lavendel

Natürliche Inhaltsstoffe

Lernen Sie verschiedene natürliche Kosmetik-Inhaltsstoffe und deren Wirkung kennen.

Welcher Hauttyp bin ich?

Mit diesen Tipps bestimmen Sie Ihr Hautbild und finden die für Sie passenden Pflegeprodukte.