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life is a beach

Aloha Appeal: Hawaii-Muster sind wieder da. Bedruckte Hemden und Shorts werden als Fashion-Statement inszeniert – und zwar nicht nur am Strand. Kombiniert zu knalligen Strickpullis und sportiven Polos bringen sie Urlaubsstimmung in die Stadt.

Irgendwann tauchten sie im Straßenbild auf: Jungs in Badeshorts mit Hawaii-Mustern, die man eigentlich am Strand verortet hätte. Dazu trugen sie Poloshirts. Manchmal waren die Schwimmhosen unifarben – mit einem luftigen Hawaii-Hemd als Oberteil. Und plötzlich fanden das alle cool.

So sehr, dass bei den Herrenschauen für Frühjahr/Sommer 2019 Muster mit Aloha Appeal und Badeshorts vollkommen laufstegtauglich erschienen.

Bunt gemusterte Hemden gab es in Honolulu schon im 19. Jahrhundert. Ihren weltweiten Siegeszug jedoch traten sie in den 1930er-Jahren unter dem Namen „Aloha-Shirts“ an. Hibiskusblüten und Palmwedel, Kokosnüsse und Ananas, Meerestiere und Hula-Girls: All diese Motive taugten als Hawaii-Muster.

Hemden und Shorts von der Inselgruppe entwickelten sich zum Exportschlager. Männliche Sexsymbole wie Elvis Presley oder Burt Reynolds trugen Hawaii-Prints, aber auch Biedermänner, die locker wirken wollten.

Und so erfuhren die Muster ein modisches Auf und Ab.

Gerade sind sie im Aufwind. Miuccia Prada zeigte sie als Turtleneck-Shirt mit aufgedruckten Blüten, Hippie-Mädchen und Yogis als Shorts mit pastelligen Blüten. Dazu gab es Segelschuhe und Wollsocken.

Dries van Noten eröffnete seine Schau mit einem Mann in Badehose. Als Muster wählte er einen Pop-Art-Druck. Den man dann auch auf der typischen Hawaii-Hemdenform finden konnte.

Bei Valentino erschienen Hawaii-Muster auf einem eleganten Regenmantel. Und auch hier gab es Socken zu kurzen Hosen.

Eigentlich aber sehen helle Sneaker und Espadrilles ohne Strümpfe am besten zu Hawaii-Shorts aus. Dazu ein Shirt in Uni oder Blockfarben und ein leichter Pulli um die Schultern. Zum bunten Hawaii-Hemd wiederum passen einfarbige Bermudas in Khakitönen oder abgeschnittene Jeans.