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Fashion, Beauty & Lifestyle

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Interviews & Personalities

Michel Comte beim Blütenherz Shooting
Ein Gespräch über Trinkgenuss

Geist im Glas

Es ist schön, wenn Gutes zusammenfindet. Und noch besser wird es, wenn sehr Gutes zusammenkommt: wie bei den exklusiven Spirituosen unter Breuninger-Label, die sich im neuen Look präsentieren. Gin und der Wodka entstehen unter der Regie von Joachim Brand in der Destillerie des Weingut Fürst Hohenlohe Oehringen, der Williamsbrand, der Rum und der Whisky bei Silke Senft in der Destillerie Senft am Bodensee – alles mit höchstem Anspruch und viel Herzblut.

Was ist es, was gut von besonders unterscheidet, wenn es um die Herstellung von Spitzen-Spirituosen geht? Sind es die handelnden Personen, ist es die Technik?

Silke Senft: Es sind all die Rädchen, die ineinandergreifen. Das Wissen der Menschen – bei uns im Haus sind es drei Generationen –, die Technik gehört dazu. Und auf den Rohstoff kommt es an, auf das Ausgangsprodukt.

Joachim Brand: Der Prozess beginnt mit den Rohstoffen, die müssen so perfekt sein wie ich mir das Endprodukt wünsche. Ansonsten gilt, dass auch der beste Profi mit einer schlechten Destillieranlage seine Mühe haben wird und die perfekte Anlage umgekehrt es nicht herausreisst, wenn kein Könner am Werk ist. Es ist das Zusammenspiel aus Mensch und Technik. Wir nutzen z.B. eine alte Anlage aus dem Jahr 1979, die noch holzbefeuert ist und können die Intensität des Feuers und damit die Brenngeschwindigkeit sozusagen von Hand beeinflussen und langsamer brennen, um ein feineres Ergebnis zu erzielen. Zugleich geht das nicht ohne Erfahrung. Der Destillateur muss sein Gerät ganz genau kennen.

Geschmack zählt. Aber spielt auch die Optik eine Rolle, die Farbe der Flasche?

Silke Senft: Der Inhalt entscheidet, aber das Auge trinkt mit. Ich denke, das Design wird immer wichtiger. Und wenn es um Farbe geht, dann zählt die Naturfarbe des Destillats. Da wäre eine getönte Flasche nur unnötige Tarnung. Wir setzen ausschließlich klare Flaschen ein.

Joachim Brand: Als Erzeuger ist mir das nicht so wichtig. Viel lieber habe ich ein besonders gutes Produkt in der Flasche. Aber zugleich ist es ja so, dass man eine Spirituose vorm erstmaligen Kauf nicht unbedingt probieren kann, während man Kleidung vorher anzieht. Insofern wird dem Auge auch über das Design die Wertigkeit signalisiert. Allerdings: Ich bin immer für glasklare Flaschen. Darin kommt ein Produkt von strahlender Klarheit wie Gin oder Wodka am besten zur Geltung.

Trinken Menschen heute hochwertiger und bewusster als früher, ist mehr Genuss im Spiel?

Silke Senft: Viel bewusster! Regionalität ist den Menschen wichtig: zu wissen, wo produziert wird, wo die Frucht herkommt, wie alles funktioniert. Das Interesse an alldem ist stark gewachsen. Und wahrscheinlich schmeckt ein Glas Williamsbrand abermals besser, wenn man etwas darüber weiss und einen Eindruck hat, wie viel Herzblut drinsteckt.

Joachim Brand: Es ist inzwischen viel mehr Qualitätsbewusstsein da, es gibt Vergleichsmöglichkeiten, berechtigtes Anspruchsverhalten. Der Konsument erkennt, wenn es ein hochwertiges Produkt ist – auch wenn er nicht alles über den komplizierten Herstellungsprozess wissen muss. Ich weiss zum Beispiel auch nicht, wie der Motorblock eines Ferraris gegossen wird und hätte trotzdem gerne einen.

Gelten alte Regeln noch: Hochprozentiges erst nach der Mahlzeit oder sogar losgelöst davon, aber eher nicht als Aperitif?

Silke Senft: Ganz nach Belieben, da ist man nicht mehr so eingefahren. Rum kann man z.B. auch im Tee trinken. Heute wird obendrein viel gemixt und ausprobiert, da ist alles ganz individuell.

Joachim Brand: Das ist ebenso situations- wie konsumentenabhängig. Wodka pur trinkt man in Deutschland nach wie vor eher nicht zum Essen, hier ist er eher feine Zutat für den Cocktail. Und Gin-Tonic lässt sich auch statt Champagner oder Sekt platzieren.

Ihr persönlicher Lieblingsschluck?

Silke Senft: Das ist unser Rum, ich mag diese orangige Fruchtigkeit, das passt in jeder Jahreszeit.

Joachim Brand: Für mich ist es unser Gin. Den begleite ich am längsten und da habe ich so viele Möglichkeiten, mit den Tonics zu spielen.

Interview

Michel Comte

Zusammen mit seinem Kreativteam hat der Schweizer Multimedia-Künstler Michel Comte viele Stunden lang experimentiert, um für seine Breuninger Installationen die wirkungsvollsten Blütengestecke in Herzform zu finden. Üppige Polyantha-Rosen, flamingofarbene Hortensien und zarte Orchideen spielen dabei die Hauptrolle. Im Interview spricht Michel Comte über seine Design-Installation „Garden of Beauty“ und über die Schönheit der Natur.
Michel Comte beim Blütenherz Shooting

In den 1970er-Jahren gestalteten Sie in New York Schaufenster gemeinsam mit Andy Warhol. Was macht eine gelungene Dekoration aus und wann ist sie Kunst?

Schaufenster stellen inszenierte Traumwelten dar und geben der Kreation die notwendige Freiheit diese so umzusetzen. Sie sind der erste Kontakt zwischen Kunde und Marke und bauen somit eine Bindung auf. Die Inspiration und artistische Umsetzung der Produktwelten für den Kunden steht dabei an erster Stelle. Fenster strahlen für mich schon immer etwas Magisches aus.

Gerade haben Sie im Steidl-Verlag das Buch „Garden of Beauty“ herausgebracht, in dem es um Ihre Arbeit für den Department Store Breuninger geht. Deren Stores dekorieren Sie vorzugsweise mit floralen Motiven, auch die aktuelle Kampagne ist voller Blumen. Warum?

Blumen symbolisieren Schönheit, Sie haben für mich eine Seele, vermitteln Vertrautheit, versprühen eine positive Energie, bereichern unser Leben und Stellen die Verbindung zur Natur dar. Ich habe schon immer eine sehr innige Beziehung zu Blumen, sie sind ein wichtiger Begleiter in meinem Leben. Als Yves Saint Laurent in den 70ern angefangen hat seine Runway Shows damit zu dekorieren, hat mich das sehr fasziniert und bis heute inspiriert, u.a. seit 4 Jahren in der Zusammenarbeit mit Breuninger. Zum 140-jährigen Bestehen entwickelte ich ein Herz aus Blumen als zentrales Element, welches in die bestehende Gesamtvisualität des „Garden of Beauty“ integriert wird und damit einen wichtigen Bestandteil darstellt. Das Konzept des ‚Garden of Beauty’ zielt darauf dem Betrachter sehr emotional zu begegnen. Das Herz zeigt die Dankbarkeit und Wertschätzung, die das Unternehmen seinen Kunden durch ihre Treue und Loyalität über die letzten 140 Jahre zurückgeben möchte.

Was können wir von der Welt der Blumen lernen?

Der Umgang mit der Schönheit der Blumen und Pflanzenwelt inspiriert mich immer wieder auf’s Neue. Auf der einen Seite sind sie sehr empfindsam und strahlen eine gewisse Sensibilität aus, auf der anderen Seite können sie eine enorme Kraft entwickeln und sind in der Lage Steine zu spalten. Wir sollten in Zukunft gegenüber der Natur mehr Achtsamkeit aufbringen und respektvoller mit ihr umgehen, um eine gute Balance zwischen Mensch und Natur herzustellen.

Was ist Ihre aktuelle Lieblingsblume?

Es ist die Orchidee Frauenschuh, auch Pinocchio genannt.



Das Making of des Blütenherzes

Eine Botschaft, die von Herzen kommt und Optimismus symbolisiert: die in aufwendiger Handarbeit entstandenen Blütenherzen


Modebloggerin Aylin Koenig
Interview

Aylin Koenig im Interview über Inspiration und Schönheit

Aylin Koenig gehört zu den bekanntesten Modebloggerinnen. Auf Instagram (@aylin_koenig) folgen ihr über eine halbe Million Menschen. 2018 gründete sie ihr eigenes Label by Aylin Koenig und präsentiert seitdem zeitlose, langlebige und stilvolle Designs, die man zu jedem Anlass tragen kann. Für Breuninger hat sie eine exklusive Capsule Collection entworfen. Wir haben mit Aylin Koenig über Inspiration und ihr persönliches Key-Piece für den Frühling gesprochen.

140 Jahre Breuninger: Was verbindest du mit Breuninger – und was verbindet dich mit Breuninger?

Mit Breuninger verbinde ich ein Unternehmen, das seit über einem Jahrhundert für hochwertige Mode in Deutschland steht. Breuninger gelingt mit seinen einladenden Storekonzepten und erstklassigen Serviceleistungen sowie einem umfangreichen Onlineshop der perfekte Twist aus offline und online Angeboten. Für mich persönlich ist Breuninger zudem ein toller und zuverlässiger Kooperationspartner, mit dem ich in den vergangenen Jahren viele großartige Projekte im Social Media Bereich umsetzen konnte. Umso mehr freut es mich, dass auch unsere Kollektionen seit der letzten Saison bei Breuninger erhältlich sind.

Im Rahmen des 140-jährigen Jubiläums sind zwei exklusive by Aylin Koenig Teile bei Breuninger erhältlich. Warum hast du dich für diese Teile entschieden?

Bei den beiden Produkten handelt es sich um Teile, die wir bereits in unserem Sortiment haben.

Der SOHO Cardigan ist einer unserer absoluten Bestseller und ich freue mich sehr, dass wir ihn in einer exklusiven Farbe für und bei Breuninger launchen werden. Das zweite Piece wird unser AMALFI Kleid sein. Auch hier wird eine exklusive Farbe erhältlich sein, die es nur bei Breuninger geben wird.

Beide Teile sind sehr vielseitig und saisonunabhängig kombinierbar, sodass sie die perfekte Wahl für die Zusammenarbeit mit Breuninger sind.

Wie würdest du den Cardigan und das Kleid stylen?

Der Cardigan ist ein echter Allrounder. Am liebsten kombiniere ich ihn mit einer lässigen Hose und Chucks oder Loafer. Das Kleid würde ich, vor allem jetzt im Frühling, mit Boots oder Stiefeln kombinieren. Der Look ist die perfekte Kombination aus Femininität und Coolness.

Du stehst für Fashion-Inspo – woher ziehst du deine Inspiration?

Social Media ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit, sondern auch gleichzeitig eine große Inspirationsquelle. Insbesondere Instagram und Pinterest bieten hier sehr viel Mehrwert, um Ideen zu sammeln. Darüber hinaus liebe ich es ganz traditionell durch Modezeitschriften zu blättern und mich in Online-Shops inspirieren zu lassen.

Was ist dein Go-to-Look, der einfach immer geht?

Im Winter definitiv Strickteile in sämtlichen Variationen. Im Sommer trage ich gerne luftige Kleider und offene Schuhe.

Was ist dein Key-Piece für den Frühling und Sommer?

Leichte Strickkleider, wie das ALMA Kleid aus unserer neuen Kollektion sind für mich das Key-Piece im Frühling/Sommer. Es lässt sich sich sowohl an kühleren Frühlingstagen aber auch an einem lauen Sommerabend entspannt und stylisch tragen. An einem gut geschnittenen oversized Blazer führt meiner Meinung nach in den wärmeren Monaten ebenfalls kein Weg vorbei.

Was bedeutet Schönheit für dich?

In Bezug auf Mode und Interieur bedeutet ein skandinavischer, minimalistischer Stil mit klaren Linien und schlichten Formen Schönheit für mich. Ein Schönheitsideal im eigentlichen Sinne habe ich nicht, da ich mich stark von eigenen Gefühlen und Empfindungen leiten lasse.
Die BREUNINGER × AYLIN KOENIG-Kollektion ist seit dem 09. März 2021 exklusiv auf breuninger.com erhältlich!

Interview

6 Fragen an Rikke Baumgarten und Helle Hestehave, Creative Directors von Baum und Pferdgarten

Das dänische Modelabel Baum und Pferdgarten definiert sich durch ausdrucksstarke Prints und ausgefallene Farben.
Die beiden Freundinnen Rikke Baumgarten und Helle Hestehave von Baum und Pferdgarten sprachen mit uns über Nachhaltigkeit und ihre exklusive Kapselkollektion für Breuninger.
Die Creative Directors von Baum und Pferdgarten

Wie würdet Ihr die, in Zusammenarbeit mit Breuninger, entworfene Kollektion beschreiben?

Wir haben für euch zwei sommerliche Baumwollkleider mit Polka-Dot-Muster designt. Sie sind sehr luftig und leicht, süß und variabel. Die Kleider passen zudem auch sehr gut zum Rest unserer Kollektion.

Was waren Eure Inspirationsquellen für die 140 Jahre-Jubiläumskollektion?

Wir wurden von dem Film "The Man Who Fell to Earth" mit David Bowie in der Hauptrolle inspiriert. Er fasziniert uns und ist eine Stil-Ikone, die wir mögen.

Inwieweit spielt das Thema Nachhaltigkeit in dieser Kollektion eine Rolle?

Nachhaltigkeit spielt für uns immer eine große Rolle, in unserer Kollektion sowie bei unserer Arbeit. In dieser Kollektion sind über 50 Prozent der verwendeten Stoffe nachhaltig. Nachhaltigkeit ist für Baum & Pferdgarten ein sehr wichtiges Thema.

Was sind die Markenzeichen von Baum und Pferdgarten und wie wurden diese in die 140 Jahre Kollektion miteingebracht?

Eines unserer Markenzeichen ist, dass wir immer mit Muster und Farben arbeiten. In dieser Saison haben wir aber viel mit Schwarz und Weiß gearbeitet. Dazu gehören schwarze und weisse Collagen, schwarz-weiss gestreifte Kleidungsstücke oder natürlich schwarz-weisse Polka-Dots.

Habt Ihr Styling-Tipps, wie man Eure Kleidungsstücke kombinieren kann?

Ich kombiniere die Polka-Dots zum Beispiel mit einer karierten oder einer gestreiften Jacke. Es ist sehr einfach Kleider mit Polka-Dots zu kombinieren, da es sehr natürlich ist.

Was verbindet Ihr mit Breuninger?

Immer wenn ich in Stuttgart oder Düsseldorf bin, gehe ich zu Breuninger. Es ist für mich der beste Ort, um Mode zu kaufen – natürlich von Baum & Pferdgarten, aber auch von anderen Marken. Ich mag die Atmosphäre dort sehr!
Die BREUNINGER × BAUM UND PFERDGARTEN-Kollektion ist exklusiv auf breuninger.com erhältlich!

Im Studio von Elza Wandler
Interview

DSQUARED2: Dean und Dan Caten im Interview mit Breuninger

Berühmt sind die Zwillingsbrüder Dean und Dan insbesondere wegen ihrer luxuriösen Sportswear-Kreationen und die super lässigen Jeans-Looks begeistern weltweit. Im Interview mit Breuninger sprechen die Designer über ihre Verbindung zu Breuninger und ihren persönlichen Lieblingslook.

Wie würdet ihr die Kollektion, die in Zusammenarbeit mit Breuninger entworfen habt, beschreiben?

Die limitierten 140 Jahre Breuninger Capsule Collection beinhaltet die wichtigsten DSQUARED2 Artikel: T-Shirts, Sweatshirts, Jeans und Jeansjacken sowie Baseballkappen und Sneaker. Jeder Artikel zeichnet sich durch Farbspritzer, eine speziell an Kleidungsstücken und Accessoires angewandte Technik, aus. Personalisiert mit dem DSQUARED2-Logo in der Farbe Orange, entsteht eine Verbindung zum Logo von Breuninger.

Was war eure Inspirationsquelle für die exklusive Capsule Collection für Breuninger?

Beim Entwerfen der exklusiven Jubiläums-Kollektion haben wir die DNA unserer Marke sowie Besteller berücksichtigt. Wir wollten zudem eine Farbe wie orange verwenden, die sich wie ein roter Faden durch die Kollektion zieht: von dem DESQUARED2-Logo bis zu den Etiketten und den Farbspritzern auf jedem Kleidungsstück.

Was ist eure Verbindung mit Breuninger und wie fühlt ihr euch mit Breuninger verbunden?

Wir kooperieren schon sehr lange mit Breuninger. Es war für uns eine große Freude an diesem Projekt zu arbeiten und zusammen mit Breuninger diesen großen Meilenstein zu feiern.

Habt ihr Styling-Tipps, wie ihr eure Kollektion kombinieren würdet?

Unsere Kollektionen sollen dafür sorgen, dass Sie sich bei Tragen wohl und selbstsicher fühlen. Unser Tipp ist also, sich selbst treu zu bleiben und ein Outfit entsprechend Ihrer Persönlichkeit und ihrem Stil miteinander zu kombinieren.

Welche drei Kleidungsstücke werten jedes Outfit auf?

Denim, Leder und starke Accessoires.

Was ist euer persönlicher Lieblingslook?

Wir lieben Jeans und tragen auch immer Jeans, da Denim eines der vielseitigsten Kleidungsstücke ist. Wir kombinieren sie mit einem weißen Hemd, klassischen Schuhen und für das gewisse Etwas mit einer Jacke aus Leder oder Kunstleder! Es ist ein entspannter, aber stilvoller Look, der uns widerspiegelt!
Die BREUNINGER × DSQUARED2-Kollektion ist exklusiv auf breuninger.com erhältlich!

Interview

Tradition verbunden mit Luxus und eine Leidenschaft für Cashmere

Seit mehr als 40 Jahren steht das Familienunternehmen für Exklusivität, Tradition und feinste Qualität. Im Interiew verrät Valentin von Arnim, Geschäftsführer des Cashmere-Labels Iris von Arnim, wie Sie Ihren Cashmere-Pullover richtig waschen und pflegen.
Porträt Valentin von Arnim

Was verbindet dich mit Breuninger – was verbindest du mit Breuninger?

Ich freue mich sehr, dass wir diesen großen Moment 140 Jahre Breuninger mit einer gemeinsamen Kooperation feiern dürfen.
Die Entwicklung von Breuninger, besonders in den letzten 10 Jahren, beeindruckt mich sehr, v.a. weil wir ihn gemeinsam gegangen sind: Breuninger ist heute einer unserer größten Kunden weltweit. Iris von Arnim steht für besondere und wertvolle Produkte. Dass ein so großes Haus diese so gut verkaufen kann, zeigt, dass es bei Breuninger eine enorme Leidenschaft für Qualität gibt. Und es bedeutet, dass Breuninger und seine Mitarbeiter den außerordentlichen Service, der dafür nötig ist, langfristig liefern können. Es ist wirklich selten, dass ein Haus dieser Größenordnung so eine Liebe fürs Detail und für Besonderheiten zeigt und so stark an Ihren Kunden und Service denkt. Das macht mich sehr stolz.
Herzlichen Glückwunsch Breuninger! Was für eine tolle Geschichte!

Take good care: Wie pflege ich Cashmere richtig, so dass ich lange daran Freude habe?

Da ich gerade über Qualität und ganz besondere Produkte gesprochen habe: Pflege ist natürlich das A und O. Diese Teile überleben nicht einfach so ein Leben lang, sondern mit der richtigen Pflege. Deswegen haben wir auch in 2020 unsere Cashmere-Care-Produkte neu gelauncht. Auf irisvonarnim.com finden Sie die Rubrik Iris View, unter Pflege haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst. Das wichtigste ist tatsächlich: Cashmere in der Maschine zu waschen. Niemals per Hand, sonst werden die Fäden zu stark strapaziert. Unbedingt in einen Waschsack legen und im Wollwaschgang mit - ganz wichtig - Flüssigwaschmittel waschen. Das ist mit Abstand das Beste. Und noch ein Tipp unter der Hand: Wenn Sie sich gut auskennen mit ihrem Trockner - und wirklich nur dann - können Sie Cashmere sogar kurz antrocknen. Sonst einfach flach auf ein Handtuch legen und trocknen. Gutes Cashmere wird mit der Zeit durch die Maschinenwäsche tatsächlich besser und weicher, weil sich die Fäden wieder zusammenziehen. Wenn Sie Fragen haben oder Pflegeprodukte suchen, schreiben Sie uns. Wir helfen Ihnen gern! Oder melden Sie sich bei Breuninger, die das sicher genauso gut können.

Welche drei Teile sind die optimale „Capsule“ für den Kleiderschrank?

Eine leicht oversized geschnittene, längere Strickjacke ist ein sehr guter Allrounder. Cashmere Pullover gehen immer und passen zu allem, z.B. der Collegepulli mit einer dicken Masche, der dünne Rolli oder ein gröberer, überschnittener Rolli in Ecru. Mein persönliches Lieblingsteil ist der Rundhalspullover in Navy, einfach zeitlos cool.
Die exklusive BREUNINGER × IRIS VON ARNIM-Kollektion ist seit dem 23. Februar 2021 auf breuninger.com erhältlich!

Interview

Exklusives Interview mit Elza Wandler über ihre Capsule Collection für Breuninger

Die Kreationen von ELZA WANDLER sind elegant, funktional, haben einzigartige Silhouetten und „verkörpern moderne Weiblichkeit“, so Elza Wandler. Das 2017 gegründete niederländische Label hat es innerhalb von drei Jahren geschafft, eine unverwechselbare Ästhetik zu kreieren und die Accessoires zu heiss begehrten It-Pieces zu machen. Wir sprachen mit Elza Wandler über Inspiration und wie man die Key-Pieces der exklusiven Kapselkollektion kombiniert.
Im Studio von Elza Wandler

Elza, was ist dir in den Sinn gekommen, als du die Anfrage erhalten hast, eine exklusive Capsule Collection für Breuninger zu entwerfen?

Ich war sehr begeistert von diesem Projekt. Die Arbeit an exklusiven Kapselkollektionen ist immer etwas ganz Besonderes, denn es geht mehr um die Zusammenarbeit mit dem Händler und den Geschmack der Kunden. Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Ich bin eine Person, die auf ihr Bauchgefühl vertraut und beim Entwerfen üblicherweise mit den Materialien beginnt. Wenn ich die Materialien sehe, entwickeln sich die Produkte in meinem Kopf. Daneben spielen Farben bei der Gestaltung der Kollektionen eine wichtige Rolle, so dass ich mich hier sehr inspirieren lasse. Mit jeder Kollektion versuchen wir uns selbst herauszufordern und spielen damit, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Weiblichkeit und Androgynie zu finden. Wir achten einerseits darauf unserer unverwechselbaren Ästhetik treu zu bleiben, anderseits auf eine reduzierte Funktion und Form. Wir konzentrieren uns auf Eleganz mit unerwarteten Dimensionen und spielen mit einem Gleichgewicht zwischen ausdruckstarken Farben und zarten Nuancen. Jedes Design hat seine eigene Bedeutung von zeitgenössischer Weiblichkeit. Für diesen besonderen Anlass haben wir unsere Lieblingsfarbe Creme mit dem charakteristischen, leuchtenden Orange von Breuninger kombiniert, um eine besondere Farbkombination zu schaffen.

Welches Must-have sollte deiner Meinung nach jeder besitzen, weil es zu allem passt und immer gut aussieht?

Definitiv goldener Schmuck, weil Schmuck bei jedem Outfit die eigene Persönlichkeit unterstreichen kann. Ich verlasse das Haus selbst nie ohne Goldschmuck, da er einem Outfit eine ganz persönliche Note verleiht. Das ist auch einer der Gründe, warum wir in unseren Kollektionen mit vielen goldenen Details arbeiten. Ob der Verschluss an unserer Handtasche AVA oder der goldfarbene Nietenbesatz an den Mules NANA – es befinden sich immer in irgendeiner Form goldene Details an unseren Designs.

Wie würdest du deine Designs kombinieren?

Wir achten bei unseren Produkten immer darauf, dass man sie jahrelang tragen kann. Das macht es auch sehr einfach, die WANDLER-Kollektionen zu kombinieren. Angesichts der aktuellen Situation mag ich es die Dinge etwas lockerer zu halten. Ein wichtiger Aspekt bei dem Designprozess der Schuhe war es, dass sie bequem sein sollen. Sie lassen sich leicht in den Alltag integrieren und hervorragend mit einer Jeans kombinieren. Generell glaube ich, dass eine schöne Tasche und tolle Schuhe die Basis von jedem Look sind. Wenn Sie dann noch etwas Schmuck kombinieren, haben Sie eine großartige Grundlage für jedes Outfit.

Wie muss das Material deiner Taschen richtig gepflegt werden, damit es lange hält?

Unsere Produkte sind sehr pflegeleicht. Das Wichtigste ist es, sie regelmässig mit einem weichen, trockenen Tuch abzuwischen und die Tasche nicht zu überladen, damit sie nicht zu schwer wird. Vermeiden Sie bei Lederprodukten direkte Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und die Reibung an rauen Oberflächen. Der Kontakt mit Fett oder Schlamm kann der Tasche ebenfalls schaden. Wenn Ihre Tasche nicht in Gebrauch ist, empfehlen wir unsere Produkte in unseren Staubbeuteln aufzubewahren, so werden sie sehr lange halten. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass Ihre Tasche mehr Pflege benötigt, lassen Sie einen Experten für Lederpflege einen Blick darauf werfen und sie eventuell professionell reinigen.
Die exklusive BREUNINGER × WANDLER-Kollektion ist seit dem 23. Februar 2021 auf breuninger.com erhältlich!

Filmausschnitt Ferragamo
Interview

Von zwei Genies, die Visionen wahr werden lassen

Von Schuhen, Schönheit und wahr gewordenen Träumen: Regisseur Luca Guadagnino („Call Me By Your Name“, „A Bigger Splash“), hat über Schuhpionier Salvatore Ferragamo einen Dokumentarfilm gedreht, der eine märchenhafte Erfolgsgeschichte mit Gedanken über das Wesen der Schönheit verknüpft.

Luca, vor zwei Jahren stellten Sie in Cannes mit Julianne Moore und Marthe Keller den Kurzfilm über Kleidung vor, „The Staggering Girl“. Nun erstaunten Sie beim Filmfestival Venedig mit einer Doku über Salvatore Ferragamo. Woher kommt Ihre Begeisterung für Mode?

Mode hat eine wesentliche Bedeutung als Schnittstelle zwischen Kapitalismus und künstlerischem Ausdruck. In der Mode arbeiten diese beiden Bereiche nicht nur zusammen, sie unterstützen sich sogar gegenseitig. Mode war immer schon gut darin, das eigene Image in die Zukunft zu tragen und unsere Leidenschaften zu erwecken. Mode schafft ganz oft in uns Bedürfnisse, von denen wir bisher nichts wussten, die wir vielleicht nicht mal benötigen. Das fasziniert mich.

Mode hat nicht nur mit Ästhetik zu tun, sondern vermehrt auch mit Ethik, oder?

Ich versuche über die Mode zu verstehen, was unsere Beziehung zu Konsum ist. Wie sollen wir in dem Kontext mit Nachhaltigkeit umgehen? Gerade bei diesem Thema hat Mode sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Allein darüber ließe sich ein ganzer Film machen. Um aber zu Salvatore Ferragamo zurückzukommen: Mode war mir hierbei weniger wichtig, ich wollte mit diesem Film erkunden, was einen Menschen zu einem Genie macht. Ich versuche die Komplexität und das Mysterium, das ein Genie umgibt, zu verstehen. Ferragamo lebte sein Leben als Genie, und erlebte sich gleichzeitig in der Öffentlichkeit als gefeiertes Genie. Ein unglaublich faszinierendes Phänomen, das ich unbedingt erkunden wollte.

Ferragamo wurde schon früh ein Genie genannt – nicht nur, weil er mit neun Jahren sein erstes Paar Schuhe herstellte, für die Heirat seiner Schwester. Auch in Hollywood vergötterten die Stars wie Judy Garland ihn schnell. Wann wurde Ihre Genialität erkannt?

Man hält mich oft für arrogant, aber ich bin sicher nicht so arrogant, mich selbst für ein Genie zu halten! Ich war noch sehr jung, als ich mir sicher war, mal Filme machen zu wollen. Mit sieben oder acht hatte ich schon eine Super 8-Kamera. Ich war in dem Alter sicher nicht so talentiert an der Kamera wie Salvatore Ferragamo bei der Herstellung von Schuhen. Aber ich wusste damals auch, was ich will. Und war erfüllt von der notwendigen Mischung aus Demut, Disziplin und Effizienz, um meinen Traum zu erreichen. Ich habe mein Ziel nie aus den Augen verloren, auch Salvatore ließ sich nie ablenken. Er wusste genau, was er wollte. Sogar in Hollywood. Genau genommen war er sogar daran beteiligt, den Glanz und Glamour von Hollywood zu kreieren.

Haben Sie durch den Dreh eine Wesensverwandtschaft und Nähe zu Ferragamo erkannt?

Ich liebe Ferragamo dafür, dass er immer ein Underdog blieb, ein Einzelgänger, der immer jenseits des Mainstreams gelebt hat. Ich teile diese Philosophie mit ihm. Er war immer sehr gut darin, die Anforderungen des Marktes zu entzaubern. Er hat Kunst erschaffen, aber auch verstanden, wie er sie in die Welt tragen kann, wie er sie öffentlich macht, ohne sich in dieser Maschinerie zu verlieren. Er wusste, dass Marketing ein künstlich erschaffener Aufwand ist, aber dass mit den Waffen des Marktes gekämpft werden muss, damit seine Werke zum Gesprächsthema werden.

Wie ist Ferragamo das genau gelungen, in der Ära der 30er Jahren?

Er hat z.B. in den USA ein Image von Italien erschaffen, das in den 30ern sogar in Hollywoodfilme transportiert wurde. Er hat verstanden, dass im Kopf des Kunden ein Wunsch oder eine Sehnsucht eine viel größere Rolle spielt als die banale, langweilige Realität. Also inszenierte er Florenz als Heimat, dabei kam er nicht aus der Toskana, sondern wurde in Bonito geboren, im Süden. Er wusste aber, dass Florenz ein schillerndes Image hat, dass Florenz ein Paradigma ist. Mit diesem Image hat er die Identität seiner Marke geschmiedet.

Was würde Ferragamo wohl von der heutigen Mode halten?

Die heutige Mode ist ein ständiger Prozess der Wiederverwertung bestehender Ideen. Mode ist Reproduktion. Wir sind in einer Zeit der permanenten Wiederbelebung, der Auferweckung alter Themen, ohne je etwas wirklich Neues zu schaffen. Dazu kommt, dass Mode fast exklusiv in die Massenproduktion abgewandert ist. Als Ferragamo mal nach Chicago reiste und sah, wie die Fabriken Mode produziert haben, sagte er sofort, dass er das nicht machen könnte.

Arbeitet die Firma Ferragamo heute immer noch nach diesem Prinzip?

Im Film zeigen wir den Herstellungsprozess zweier Schuhe, die seit den 30ern bis heute noch gefertigt werden: den Regenbogenschuh...

... den Judy Garland im „Zauberer von Oz” trug...?

... und den Marilyn-Schuh.

Der legendäre rote 10-cm-Stiletto – die Monroe war seine berühmteste Kundin.

Genau, diese beiden Modelle sind noch genauso up to date wie in den Vierzigern. Heute wird nur das Handwerkliche von Maschinenarbeit unterstützt.

Von MM stammt das Zitat: „Gib einem Mädchen die richtigen Schuhe und sie kann die Welt erobern.” Besitzen Sie selbst auch ein Paar Ferragamo-Schuhe?

Ja, natürlich. Sie sind so bequem! Und sie sind unglaublich dezent. Sie können durchaus auffallen, aber sie schaffen es auch, nicht im Vordergrund zu stehen. Das macht sie so zeitlos.

Ferragamo und Sie, der Filmemacher: Sind Sie nicht beide Meister einer Zunft? Sie verschaffen beide mit Ihrem Handwerk Verzückung, Magie und Träume.

Danke für das Kompliment. Vielleicht habe ich mir Ferragamo unterbewusst ausgesucht, weil wir tatsächlich ein paar Ähnlichkeiten haben. Was mich an ihm so fasziniert hat, war die Tatsache, dass er ständig Neues erschaffen hat. Er hatte immer neue Ideen und Perspektiven, immer und immer wieder. Er war einer der ersten Schöpfer von zeitgenössischer Mode. Er war in Hollywood, als Hollywood erst entstand. Er hat verstanden, was es bedeutet, ein Star zu sein, noch bevor es überhaupt Stars oder einen Starkult gab. Er hat den „Made in Italy”-Traum verkauft, bevor es diesen Traum überhaupt gab. Er wusste, dass er ein Vermächtnis zu hinterlassen hat. Mit seinem Pioniergeist konnte er die Zukunft erfassen, noch bevor sie gekommen war. Er war ein Entdecker und allen immer eine Spur voraus. Diese Brillanz fasziniert mich ungemein.

Ferragamo sagte einmal, dass die Schuhe mit ihm sprechen würden...

Ich bin überzeugt, dass er das ehrlich gemeint hat. Er war so besessen von seiner Arbeit, dass er keine Märchen erzählen musste, um seine Leidenschaft in Worte zu fassen.

Würden Sie auch sagen, dass Ihre Filme zu Ihnen sprechen?

Nun, Filme zu machen ist ein wahnsinnig schwieriger Prozess, bei dem man sich oft unterlegen fühlt. Filme zu machen ist ein Kampf. Für jeden Erfolg muss man erst mal durch die Hölle gehen. Ich kann nicht behaupten, dass meine Filme mit mir reden. Was ich durch Filme allerdings lerne, ist, mich durch Schwierigkeiten nicht unterkriegen zu lassen. Ich identifiziere mich nicht mit dem Kampf, den es oft bedeutet, einen Film zu machen. Probleme sind dazu da, sich ihnen zu stellen.

Sie haben für diese Doku sehr viel Material gesammelt...

... es war auch ein langer Prozess, ich brauchte drei Jahre für diesen Film. Die Foundation Ferragamo hat mir Zugang zu bisher unveröffentlichtem Material ermöglicht, unter anderem zu Filmen, die Ferragamo selbst in den 40er Jahren gedreht hat, dazu Familienbilder. Dann hatten wir selbst viele Interviews geführt, daher wurde es so schwer, bei so viel gutem Material einen Film von unter zwei Stunden zu erschaffen. In Hollywood hiess es, dass seine Schuhe eine grosse Filmfigur erst richtig vervollständigt haben.

Wie war eigentlich die Erfahrung, einen Dokumentarfilm zu drehen? Sie sind ja eher für Spielfilme wie „Call Me By Your Name” bekannt.

Oh, aber ich habe als Dokumentarfilmer angefangen. Einer meiner ersten Versuche war eine Dokumentation über die Fabrikarbeiter bei Fiat. Auch über Bertolucci habe ich mal eine Doku gedreht. Das Medium ist für mich wahnsinnig befreiend und faszinierend. Im Doku-Bereich gibt es genauso viele Genres wie im fiktionalen Filmbereich. Momentan arbeite ich an einer weiteren Doku, an der ich schon zwei Jahre sitze, in meiner Freizeit. Es geht um Terrorismus.

Was bedeutet Ihnen Schönheit und wie würden Sie Schönheit definieren?

Die ständige Suche nach Schönheit ist für einen Kreativen sehr kräftezehrend. Schönheit ist ja zu Recht ein wichtiger Aspekt der Philosophie und anderer Disziplinen. Über Jahrhunderte haben sich Künstler dazu Gedanken gemacht, von Gemälden bis zur Bildhauerei. Das Problem heute ist, dass in unserer Zeit Schönheit zu einem Attribut von Oberflächlichkeit geworden ist. Was ist schiefgelaufen, wenn wir glauben, dass wir Schönheit dadurch erreichen, dass wir einen Filter über unsere Social-Media-Fotos legen? Wir leben in einer Orgie der artifiziellen Schönheit. Das wiederum hat überhaupt keinen Wert.

Von welcher Art der Schönheit möchten Sie überwältigt werden?

Nicht von dieser künstlichen Schönheit! Inzwischen lege ich viel mehr Wert auf Intelligenz als auf Schönheit. Intelligenz bedeutet für mich, einen anderen Menschen willkommen heissen zu können. Man muss sagen können: „Du bist anders als ich, und ich möchte mit dieser Andersartigkeit in Berührung kommen.” Für mich ist diese Haltung viel wichtiger als Schönheit. Am Ende ist es doch so banal: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Nur weil ich etwas schön finde, muss es einem anderen Menschen nicht auch so gehen. Aber diese Unterschiede zwischen uns sind die wirklich interessanten Facetten des Lebens. Die Idee von absoluter Schönheit würde ja sonst an Faschismus grenzen! (lacht)

Sie haben auch einen Kurzfilm über das Leben in der Pandemie gemacht. Was war Ihr Motiv?

Für mich persönlich war der erste Lockdown eine sehr schwere Zeit. Unser Leben umstellen zu müssen und Menschen nicht mehr nahe zu kommen ist ein sehr hoher Preis, den wir alle bezahlen. Menschen nicht mehr zu umarmen – das macht etwas mit einem. Außerdem musste ich auch mit Verlusten in meiner Familie und meinem Privatleben umgehen. Zum Glück gab es Sondergenehmigungen für wichtige Dreharbeiten, also fuhr ich mit einem kleinen Team von Mailand nach Sizilien, wo ich aufgewachsen bin, und sogar ins Heimatdorf meines Vaters. Überall habe ich mit Menschen gesprochen, die mir wichtig waren. Wir waren vier Tage unterwegs, unsere Kamera war ein iPhone. Was mich so bewegt hat, war dieses allgegenwärtige Gefühl, eingeschnürt und abgeschnitten zu sein, während wir uns durch die sizilianische Natur bewegten, die zu der Zeit in voller Blüte stand. Die Farbenpracht war überwältigend. Überall Blumen. Ich habe gespürt, dass die Natur uns etwas sagen wollte. Deshalb heißt dieser Film auch „Fiori, fiori, fiori” – „Blumen, Blumen, Blumen”.
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